Sanddorn

Sanddorn

Pflanz- und Pflegeanleitung Sanddorn

Botanischer Name

Hippophae rhamnoides

Familie

Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)

Einordnung

Beerenobst

Pflanzung und Standort

Sanddorn ist ein zweihäusiges, das heißt getrenntgeschlechtliches Gehölz. Somit sind zur Fruchtbildung sowohl eine männliche wie auch eine weibliche Pflanze notwendig, wobei eine männliche Pflanze bis zu sechs weibliche Pflanzen befruchten kann. Die Früchte bilden sich an den Vorjahrestrieben. Im Garten schätzt Sanddorn einen leichten, durchlässigen, sandigen oder kiesigen Boden, der mäßig trocken und möglichst kalkhaltig (alkalisch) sein sollte. Dort entwickelt er ein tiefreichendes und ausladendes Wurzelsystem. Mit reinen Sandböden kommt Sanddorn schlecht zurecht. Staunässe wird nicht vertragen.

Pflege

Sanddorn ist äußerst lichthungrig und benötigt einen sonnigen Standort – ansonsten ist er aber ein sehr genügsamer und robuster (salz-, wind- sowie hitzeverträglicher) Strauch, der weder gedüngt noch geschnitten werden muss, um viele Früchte zu tragen. Sofern vorhanden, kann man im Frühjahr etwas Kompost auf dem Bodenbereich verteilen oder Pflanzenfutter® für Beerenobst in halber Konzentration in die oberste Bodenschicht einarbeiten. Sollen die Sanddornsträucher dennoch einmal in Form gebracht und ausgelichtet werden, erfolgt der Schnitt am besten im Spätsommer.

Ernte und Lagerung

Geerntet wird von September bis Oktober, sobald die leuchtend orangefarbenen Beeren etwas weich werden. Selbst überreife Früchte halten sich lange am Strauch und diesen über 40 verschiedenen Vögeln als Futter. Hin und wieder werden fruchtende Zweigpartien ganz abgeschnitten und bei –40 °C tiefgefroren. In diesem Zustand lassen sich die Beeren problemlos durch Rütteln oder Abschlagen ernten. Solch ein Rückschnitt wird von den starkwüchsigen Gehölzen auch im Hausgarten gut verkraftet und fördert den Ertrag.

Verwendung

Auf Grund seines weit ausgebreiteten Wurzelsystems aus tiefgehenden Hauptwurzeln und oberflächennahen Seitenwurzeln eignet sich Sanddorn sehr gut zur Bodenbefestigung. Dank seiner Salz- und Windverträglichkeit wird er daher gerne als Pioniergehölz für die Befestigung von Dünen verwendet. Zudem bieten Sanddornsträucher mit ihren stark bedornten Trieben vielen Vögeln Unterschlupf. Nicht zuletzt bieten sie auch uns Menschen vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Zwar sind sie roh sauer und nicht besonders schmackhaft, aber zu Saft, Gelee oder Likör verarbeitet sind sie eine echt lecker. Und sehr gesund – Sanddorn liefert viermal mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen und hat einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.


Hier geht es zu unserem Obst-Sortiment Sanddorn


<  Zurück

Nach oben