Pflaume

Pflaume

Pflanz- und Pflegeanleitung Pflaume

Botanischer Name

Prunus domestica

Familie

Rosengewächse (Rosaceae)

Einordnung

Steinobst

Unter den Begriff „Pflaumen“ fallen Zwetschen, häufig auch Zwetschgen genannt, Renekloden, die eigentlichen Rund- beziehungsweise Eierpflaumen, und Mirabellen. Manchmal kommt man allerdings leicht mit den ganzen Bezeichnungen durcheinander. Tatsächlich kann man sagen, dass Zwetschen und Zwetschgen im Grunde genommen das Gleiche sind. Bei ihnen handelt es sich um einer Unterart (Prunus domestica subsp. domestica) der echten Pflaume (Prunus domestica). Man erkennt sie daran, dass sie von der Form her etwas spitzer sind als die rundlichen Pflaumen und keine deutlich sichtbaren Fruchtnähte aufweisen. Auch Renekloden (Prunus domestica subsp. italica) und Mirabellen (Prunus domestica subsp. syriaca) sind Unterarten der Pflaume.

Pflanzung und Standort

Pflaumen entwickeln ganz besonders aromatische Früchte, wenn sie an einem sonnigen, warmen und wenn möglich windgeschützten Standort stehen. Eine regenreiche und eher kühle Witterung kann dagegen den Geschmack der Früchte beeinträchtigen. Durch ihre verhältnismäßig späte Blüte sind Pflaumen jedoch nicht so spätfrostgefährdet wie zum Beispiel Aprikosen und Pfirsiche. Der Boden sollte nährstoffreich und humos, ausreichend feucht aber nicht staunass sowie leicht kalkhaltig sein. Idealerweise liegt der pH-Wert im Bereich von 6,5–7,0. Eine Mulchdecke ist empfehlenswert, damit die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten wird. Der Pflanzabstand für Buschobst beträgt 4–4,5 Meter, der für Säulenobst 1,5–2 Meter.

Pflege

Auch wenn Pflaumen an sich trockenheitstolerant sind, sollte bei frisch gepflanzten Bäumen vor allem während der heißen Sommermonate auf eine regelmäßige Bewässerung geachtet werden. In Kübel gepflanzte Säulenbäume müssen auch in den folgenden Jahren regelmäßig gewässert werden. Ansonsten kann es passieren, dass Fruchtansätze abgeworfen werden. Besonders hoch ist der Wasserbedarf zur Blüte und während der Fruchtbildung. Für eine ausgewogene Nährstoffversorgung empfiehlt sich im Frühjahr Pflanzenfutter® für Obstgehölze. Dieser Dünger ist speziell auf die Bedürfnisse von Obstgehölzen abgestimmt. Im Herbst empfiehlt sich dagegen Gärtner Pötschkes Patentkali. Denn es fördert die Ausreifung des Holzes und sorgt damit für eine bessere Winterhärte des Baumes. Zusätzlich hält es durch seinen hohen Kalkgehalt den pH-Wert des Bodens aufrecht. In Kübel gepflanzte Säulenbäume sollten nach der Befruchtung der Blüten bis zur Ernte der Früchte zusätzlich einmal pro Monat mit einem geeigneten Flüssigdünger nachgedüngt werden, wie zum Beispiel mit Pflanzenfutter® flüssig.

Besonderheiten zum Schnitt von Buschobst

Dem jungen Pflaumenbaum sollte man zunächst etwas Zeit geben, eine Krone zu bilden. Diese sollte aus einem kräftigen Mitteltrieb („Leittrieb“) und mehreren stabilen Seitenästen („Leitästen“) bestehen. Diesen Aufbauschnitt kann man in den ersten Jahren durchführen. Später sollten die Bäume dann nur noch regelmäßig ausgelichtet werden, damit sie reichlich Früchte tragen. Zunächst schneidet man alle Triebe, die senkrecht in die Höhe wachsen, weg. Weiterhin werden alle Äste entfernt, die zu dicht stehen und ineinander wachsen. Auch wenn der Hauptstamm zu hoch wird, muss man ihn kürzen. Alle anderen Äste werden dementsprechend angepasst. Es ist wichtig, regelmäßig zu schneiden – mindestens alle 2–3 Jahre. Der Baum bildet dadurch zwar weniger, dafür aber größere Früchte. Außerdem reifen sie besser aus, weil mehr Sonne in die Krone gelangt. Bei früh und mittelfrüh reifenden Sorten ist die Zeit nach der Ernte günstig für größere Schnittmaßnahmen. Bei spät reifenden Sorten sind diese besser auf das kommende Frühjahr zu verschieben, um keine Eintrittspforten für Rindenkrankheiten zu schaffen. Auf keinen Fall bei Frost schneiden.

Besonderheiten zum Schnitt von Säulenobst

Wenn beim Kauf beziehungsweise bei der Lieferung noch nicht geschehen, empfiehlt es sich, vor der Pflanzung Säulenobst um ein Viertel bis ein Drittel seiner Länge herunter zu schneiden, damit im nächsten Frühjahr die unter dem Schnitt liegenden Knospen willig austreiben und Fruchtspieße bilden. Im nächsten Sommer wird dann ein kräftiger, endständiger Trieb als Mitteltrieb zur Stammverlängerung nach oben geheftet. Wächst dieser noch im selben Jahr länger als circa 50 cm, wird er abermals eingekürzt. Alle bis August sich bildenden Seitentriebe schneidet man auf circa 20–30 cm zurück, um eine dichte und kurze Verzweigung am Stamm zu erzielen. Danach bereitet sich der Baum vor, Fruchtholz an den Trieben und entlang des Stammes anzusetzen. Ein regelmäßiger und teils harter Rückschnitt (3–5-mal im Jahr) ist für eine weitere Formierung unverzichtbar. Beachten Sie dabei: Die Säulenbäume müssen wie ein schlanker Weihnachtsbaum aussehen. Die unteren Äste bleiben immer etwas länger als die oberen, sonst treibt der Baum nur noch oben weiter und verkahlt unten. Die unteren Seitentriebe werden auf etwa 7–8 Knospen, die mittleren auf 5–6 und die oberen auf 2–4 Knospen zurückgeschnitten.

Ernte und Lagerung

Die Befruchtungsverhältnisse in dieser Gruppe sind äußerst unterschiedlich, so gibt es sowohl selbstfruchtbare als auch selbststerile Sorten. Die im Online-Shop von Gärtner Pötschke angebotenen Säulen-Zwetschen Geisenheimer Top(S), Katinka(S), Tipala(S) sowie die Sorten Hauszwetsche und Haganta(S) sind alle selbstfruchtbar. Genauso wie die Mirabellen Bellamira(S) und Nancy. Jedoch kann eine Fremdbestäubung durch andere Sorten, wie zum Beispiel Hanita(S), Cacaks Schöne oder Cacaks Fruchtbare, den Ertrag noch weiter erhöhen. Zusätzlich ist die Mirabelle ein ausgezeichneter Pollenspender für alle nicht selbstfruchtenden Pflaumen. Mit einem Vollertrag kann erstmals nach 3–4 Jahren gerechnet werden.


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