Dill

Pflanz- und Pflegeanleitung Dill

Botanischer Name

Anethum graveolens

Familie

Doldenblütler (Apiaceae)

Das bereits bei den Ägyptern und Römern beliebte Küchen- und Heilkraut stammt ursprünglich aus Vorderasien. Seitdem es Mönche im frühen Mittelalter mit nach Europa gebracht haben, ist es aber auch hierzulande weit verbreitet. Heutzutage findet sein Anbau auf der ganzen Welt statt.

Dill hat hohle Stiele und fein gefiederte, blaugrüne Blätter, die beim Zerreiben einen aromatischen Duft freisetzen. Im Sommer schmücken bis zu 15 cm große, flache, gelbe Blütendolden die bis zu 1 Meter hohe und bei uns einjährig kultivierte Pflanze. Aus ihnen entwickeln sich im Spätsommer die kleinen, ovalen, braunen Samen. Beide – sowohl die frischen Blätter als auch die getrockneten Samen – sind eine unentbehrliche Würze, die in keiner Küche fehlen sollte. Dabei hat Dill geschmacklich ein weniger stark anisartig ausgeprägtes Aroma als der verwandte Fenchel, dem er äußerlich sehr ähnlich sieht.

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Aussaat

Damit den ganzen Sommer über frischer Dill zur Verfügung steht, sät man ihn ab Mitte März direkt an Ort und Stelle im Kräutergarten aus. Gesät wird in Reihen mit einem Abstand von 20 cm, die Saattiefe beträgt 0,5–1 cm. Da das Laub blühender Pflanzen stark an Aroma verliert und nicht mehr geerntet wird, sollten regelmäßige Folgeaussaaten in einem Rhythmus von 14 Tagen stattfinden. Zu dicht stehende Sämlinge werden dabei frühzeitig auf einen Abstand von 10 cm vereinzelt, denn ein späteres Umpflanzen vertragen sie überhaupt nicht.

Standort und Boden

Dill benötigt einen warmen sowie geschützten Standort in einer sonnigen bis halbschattigen Lage. Denn die Pflanzen sind sehr filigran und können bei starkem Regen oder Wind sonst leicht Schaden nehmen. Der Boden sollte dabei leicht und gut durchlässig, gleichmäßig feucht aber nicht nass sowie nährstoffreich sein. Dill eignet sich besonders gut für eine Mischkultur mit Erbsen, Gurken, Kohl, Möhren, Salat und Zwiebeln. Eine direkte Nachbarschaft zu Fenchel sollte aber vermieden werden, denn diese beiden Kräuter vertragen sich überhaupt nicht. Vielmehr können sie sich miteinander kreuzen und dabei ihren typischen Geschmack verlieren. Auch mit Basilikum, Kresse und Kümmel bestehen Unverträglichkeiten. Damit sich im Boden keine Krankheiten ansiedeln, sollte Dill nur alle 3–4 Jahre auf dem gleichen Beet angebaut werden. Wechseln Sie daher von Jahr zu Jahr die Anbaufläche. Als Mittelzehrer sollte er am besten in die zweite Tracht einer Fruchtfolge kommen.

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Nicht nur nützlich, sondern auch attraktiv

Dill eignet sich keinesfalls nur für die Anzucht in einem Kräutergarten und einer Verwendung in der Küche. Mit seinen dekorativen Blättern und den lockeren, gelben Blütendolden macht er auch im Ziergarten eine gute Figur. Besonders gut passt er dabei in Staudenbeete. Darüber hinaus lassen sich seine zarten Blütenstängel auch sehr schön als Schnittgrün in Blumensträußen verarbeiten.

Pflege

Um den Boden gleichmäßig feucht zu halten, sollte Dill während der gesamten Kulturdauer regelmäßig gegossen werden. Dabei gilt es sowohl Trockenheit als auch Nässe zu vermeiden. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Zwar wächst Dill auch auf mageren Böden, doch das jährliche Einarbeiten von Kompost im Frühjahr verbessert seinen Ertrag erheblich. Darüber hinaus ist eine Düngung jedoch meist nicht erforderlich. Sie würde durch das gesteigerte Wachstum nur zu weichen Stielen und einem geringeren Anteil an ätherischen Ölen führen.

Ernte und Lagerung

Mit der Ernte der jungen Blätter kann ab Mitte Mai begonnen werden. Der ideale Zeitpunkt, sie dicht am Stängel abzuschneiden, ist früh morgens nach sonnigen Tagen. Denn dann ist ihr Aroma am kräftigsten. Frisch geerntet schmecken die Blätter besonders gut, jedoch können sie problemlos auch getrocknet und anschließend luftdicht aufbewahrt oder eingefroren werden.

Dill passt sehr gut zu Eiern, Fischgerichten und Meeresfrüchten, Gemüse, Gurken- und Kartoffelsalat, Kräuterbutter, Soßen oder Suppen. Damit das Kraut beim Kochen möglichst wenig von seinem Aroma verliert, sollte es nicht zu lange mitgekocht werden. Die Blütenstände mit den reifen, braunen Samen kann man ab August ernten und zum Trocknen kopfüber aufhängen. Am besten legt man ein Tuch unter sie, auf das die getrockneten Samen herabfallen können. Man verwendet sie traditionell zum Würzen von essigsaurem Eingemachtem, zum Beispiel sauren Gurken.

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Rezept: Dill-Senf-Sauce

Zutaten

  • 2 EL fein gehackter Dill
  • 3 EL brauner Zucker
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 EL Honig
  • 1 TL gemahlene Senfkörner
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 1/2 EL Essig
  • 2 1/2 EL Wasser
  • 4 EL Öl

Zubereitung

Entgegen der langen Zutaten-Liste gestaltet sich die Zubereitung sehr einfach: Es werden alle Zutaten bis auf das Öl und den Dill vermischt und erst anschließend und ständigem Rühren das Öl langsam hinzugegeben und schlussendlich den gehackten Dill unterrühren. Die Sauce passt perfekt zu fettarmem Fisch wie Seelachs, Dorade oder Rotbarsch.



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