Zucchini-Pflege

Zucchini Pflanz- und Pflegeanleitung

Botanischer Name

Cucurbita pepo

Familie

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Unterfamilie

Fruchtgemüse

Zucchini sind vor allem in den Mittelmeerländern sehr beliebt und weit verbreitet. Kein Wunder, man kennt sie dort auch schon seit dem 17. Jahrhundert. Bei uns wurden sie erst viel später bekannt, nämlich in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Inzwischen gehören sie aber auch hier zum Standartsortiment einer jeden Gemüseabteilung. Neben den einfachen grünen und gurkenähnlichen Früchten gibt es auch gelbe und gestreifte sowie rundfruchtige Zucchini, die sich wunderbar zum Füllen eignen. Bis auf einige wenige Ausnahmen wachsen die meisten Sorten breitbuschig bis zu einer Höhe von 1 Meter – manche von ihnen ranken aber auch. Sie sind allesamt einjährig und leicht zu kultivieren.

Zucchini sind eng mit den Kürbissen verwandt. Streng genommen sind sie sogar welche, nur in einer länglichen Form. Die Ähnlichkeit wird deutlich, wenn man die Früchte nicht erntet, sondern ungestört an der Pflanze belässt. Denn dort wachsen und wachsen sie, bis sie zu riesigen, fast einen halben Meter langen, oberschenkeldicken Keulen herangereift sind. Doch so weit sollte man es nicht kommen lassen – obwohl mancher Gärtner durchaus stolz auf solch ein Riesenexemplar ist. Besser schmecken die kleinen und zarten Früchte, die man roh, gekocht, gebraten oder überbacken genießen kann.

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Die Vorzüge resistenter Zucchini-Sorten

Nicht nur die Farben- und Formenvielfalt profitiert von der erfolgreichen Züchtungsarbeit der letzten Jahre. Vielmehr sind es die Resistenzen, die auch für den Hobbyanbau im Garten einen besonderen Stellenwert haben. So sind viele moderne Zucchinisorten gegen das Gurkenmosaikvirus resistent – eine Pilzkrankheit, welche die eigene Ernte unter Umständen sonst frühzeitig zum Erliegen bringt.

Aussaat Zucchini

Die Aussaat und Anzucht von Zucchini gleicht der von Kürbissen. Eine Vorkultur in Töpfen ist von März bis April unter Glas oder auf der Fensterbank möglich. Die Saattiefe beträgt 2 cm. Bei einer Keimtemperatur von 18–22 °C beträgt die Keimdauer 1–2 Wochen. Sobald die Jungpflanzen ihre ersten echten Blätter ausgebildet haben, werden sie ausgepflanzt – wegen der Nachtfrostgefahr jedoch nicht vor Mitte Mai. Alternativ kann man Zucchini zur gleichen Zeit auch direkt an Ort und Stelle ins Freiland säen. Nach dem Aufgehen der Saat bleibt nur die kräftigste Pflanze stehen. Denn Zucchini sind wie Kürbisse sehr wüchsig, der empfohlene Abstand beträgt 1 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen und Reihen.

Standort und Boden Zucchini

Zucchini benötigen einen warmen und geschützten Standort in sonniger Lage. Der Boden sollte dabei humos und nährstoffreich, locker und gut durchlässig, aber immer ausreichend feucht sein. Zucchini sind Starkzehrer. Sie profitieren davon, wenn die Erde vor der Pflanzung großzügig mit gut abgelagertem Kompost oder Stallmist angereichert wird. Eine Mischkultur mit anderen Pflanzen eignet sich aufgrund ihrer Starkwüchsigkeit nur bedingt. Gute Nachbarn sind Kapuzinerkresse, Mais, Stangenbohne und Zwiebel – schlechte Nachbarn sind dagegen alle Nachtschattengewächse wie Kartoffel und Tomate. Ihre direkte Nähe sollte besser vermieden werden.



Pflege Zucchini

Während der gesamten Wachstumsperiode dürfen die Pflanzen nicht austrocknen. Bei Hitze und länger anhaltenden Trockenperioden muss daher in regelmäßigen Abständen gegossen werden. Eine Mulchschicht hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Staunässe gilt es aber zu vermeiden. Um die hohen Nährstoffansprüche von Zucchini zu decken, empfiehlt sich ein hochwertiger Volldünger, wie zum Beispiel Gärtner Pötschkes rein organischer Naturdünger oder Pflanzenfutter® komplett. Man arbeitet den Dünger vorsichtig in die oberste Bodenschicht ein, um die Wurzeln nicht zu verletzen. In Kübeln gezogene Zucchinipflanzen werden am besten mit einem Flüssigdünger über das Gießwasser versorgt, beispielsweise mit Tomatendünger flüssig. Kletternde Sorten werden mit fortschreitendem Wachstum an Drähten oder Stäben aufgebunden und befestigt.

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Tipp für eine gute Zucchini-Ernte

Zucchiniblüten werden ausschließlich durch Insekten bestäubt. Unter Glas oder Folie gezogene Pflanzen werden daher oftmals nur unzureichend befruchtet. Ihre Blüten sollte man besser von Hand mit einem Pinsel bestäuben, sonst fruchten sie unter Umständen gar nicht oder nur schlecht. Zucchini sind einhäusig, das heißt männliche und weibliche Blüten befinden sich an ein und derselben Pflanze. Noch besser ist jedoch die Verwendung parthenocarper Sorten, sie bilden auch ganz ohne Befruchtung ihre Früchte aus.

Ernte und Lagerung Zucchini

Zucchini sind sehr produktiv und bringen laufend neue Früchte hervor. Ihre Ernte beginnt in der Regel schon sehr früh Ende Juni und dauert meist bis in den Oktober hinein an. Geerntet werden die noch jungen Früchte kurz nach der Blüte, wenn sie eine Länge von 10–20 cm erreicht haben – dann sind sie am zartesten und können mitsamt ihrer dünnen Schale gegessen und verarbeitet werden. Je länger man sie darüber hinaus zu riesigen Exemplaren heranwachsen lässt, desto mehr verlieren sie an Geschmack und desto mehr nimmt ihre Qualität ab. Zudem fehlt den auf diese Weise erschöpften Pflanzen die Energie für einen erneuten Austrieb. Eine frühe und regelmäßige Ernte erhöht dagegen die Ertragsleistung, denn sie regt zur Bildung neuer Blüten und Früchte an.

Man schneidet die Früchte an ihrem fleischigen Stiel mit einem scharfen Messer von der Pflanze ab. Geerntete Zucchini bleiben im Kühlschrank knapp 2 Wochen lang frisch. Einfrieren und länger lagern lassen sie sich nur schlecht. Dafür aber trocknen – dazu schneidet man die Früchte in dünne Scheiben und dörrt sie bei 50–60 °C etwa 4 Stunden lang in einem leicht geöffneten Backofen. Die getrockneten Zucchinischeiben sind eine gesunde Knabberei für zwischendurch, können aber auch problemlos für Aufläufe oder Eintöpfe weiterverwendet werden. Manchmal, wenn die Zeit für eine rechtzeitige und regelmäßige Ernte nicht ausreicht, kann es schnell passieren, dass die Früchte zu groß werden. Ihre Schale ist dann hart und leicht bitter im Geschmack. Solche Zucchini schält und raspelt man am besten zu einem leckeren Belag oder Gemüse.

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Essbare Blüten – ein besonderer Genuss

Doch nicht nur die Früchte, auch die gelben Blüten der Zucchini sind essbar und eine echte Delikatesse. In Italien werden sie zum Beispiel gefüllt in Pfannkuchenteig getaucht und anschließend in Öl ausgebacken. Für den Verzehr sollte man aber nur die männlichen Blüten ernten – man erkennt die weiblichen daran, dass sie bereits während der Blüte kleine Fruchtansätze zeigen.

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Rezept: Zucchini-Spaghetti

Zutaten

  • 1 Zucchini
  • 2 Tomaten
  • 100 ml Milch
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 TL Körniger Frischkäse
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Die Zucchini mit einem "Spaghettischneider" in Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl scharf anbraten. Währenddessen die Tomaten in Würfel schneiden und zu den Zucchini-Nudeln geben. Zucchinis und Tomaten mit der Milch ablöschen und Tomatenmark sowie den Körnigen Frischkäse unterrühren. Nun nur noch alles etwa 5 - 10 Minuten köcheln lassen und mit salz und pfeffer abschmecken.



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