Aubergine

Aubergine

Pflanz- und Pflegeanleitung Aubergine

Botanischer Name

Solanum melongena

Familie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Unterfamilie

Fruchtgemüse

Auberginen – auch Eierfrüchte oder Melanzani, wie sie in Österreich heißen – stammen ursprünglich aus Indien, wo man sie bereits seit rund 4.000 Jahren kultiviert. Bei uns gilt die Eierfrucht dagegen noch vielen als Exot. Am bekanntesten sind ihre glänzend schwarzen Früchte. In der asiatischen, mediterranen und türkischen Küche ist die Aubergine dagegen nicht mehr wegzudenken. Entsprechend findet man in den jeweiligen Ländern zahlreiche Auberginensorten in vielerlei Formen und Farben – und die Palette ist reichhaltig: es gibt gurken-, keulen-, schlangen- und tropfenförmige, kugelige sowie längliche Sorten und das Farbspektrum reicht von weißen, gelben über grünen, orangeroten und violetten bis hin zu marmorierten Früchten. Manche werden sogar bis zu 1 Meter lang. Bei uns haben sich diese Sorten bisher aber noch nicht durchgesetzt. Die mit einer Wuchshöhe von 50–150 cm aufrecht wachsenden, einjährig gezogenen Kulturpflanzen besitzen behaarte Laubblätter und hübsche, violettfarbene Blüten.

Es gibt auch kleinfruchtige Sorten, die sich in einem Pflanzkübel prima auf Balkon und Terrasse ziehen lassen. Einige Mini-Auberginen wachsen zum Beispiel von Natur aus buschig und bleiben mit einer Wuchshöhe von etwa 1 Meter sehr kompakt. Damit der Anbau gut gelingt, unbedingt einen ausreichend großen Topf verwenden. Noch wichtiger als im Beet ist bei allen Kübelpflanzen die Wasser- und Nährstoffversorgung. Deshalb regelmäßig gießen, aber auch das Düngen nicht vergessen – am einfachsten und bequemsten kann dies z.B durch Neudorff Azet DüngeSticks für Tomaten und Erdbeeren erfolgen.

Aussaat

Auberginen sind sehr wärmebedürftige Pflanzen und benötigen einen langen sowie warmen Sommer, damit ihre Früchte gut ausreifen können. Aufgrund ihrer sehr langen Kulturzeit sollte die Aussaat daher möglichst früh erfolgen, denn gerade in unseren Breiten ist ihnen der Sommer oft zu kurz. Gesät wird ab Ende Februar in Schalen mit Anzuchterde, die an einem warmen Platz aufgestellt und bis zur Keimung gleichmäßig feucht gehalten werden. Die Saattiefe beträgt 1 cm. Bei Temperaturen von 20–25 °C beläuft sich die Keimdauer auf 1–2 Wochen. Während der Vorkultur die Sämlinge einzeln in Töpfe pikieren. Nach dem Pikieren und Verpflanzen sind mindestens 20 °C am Tag und 18 °C in der Nacht einzuhalten. Ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, kann man sie in den Garten beziehungsweise ab April in ein Gewächshaus pflanzen. Der Pflanzabstand beträgt dabei 50 cm.

Jungpflanzen als Alternative zur Aussaat

Wem das alles zu viel Aufwand ist, der kann im Frühjahr auf die Aussaat verzichten und auf im Handel angebotene Jungpflanzen und Setzlinge zurückgreifen. Das bringt einen Zeitvorsprung und macht weniger Arbeit, doch ist die Sortenvielfalt bei weitem nicht so groß wie bei der Vermehrung durch Saatgut. Hier und da werden dabei auch veredelte Auberginen angeboten, die meist ertragreicher, widerstandsfähiger und früher reif sind als unveredelte Sorten.

Standort und Boden

Im Freiland eignen sich für Auberginen nur die wärmsten und sonnigsten sowie besonders gut geschützten Standorte. Denn sie sind noch empfindlicher und wärmebedürftiger als Paprika. Bereits bei Temperaturen unter 16 °C können Wachstumsstockungen auftreten. In einem hellen und warmen Folientunnel oder Gewächshaus finden Auberginen beste Anbaubedingungen. Der Boden sollte dabei nährstoffreich und humos, gut durchlässig aber trotzdem immer ausreichend feucht sein und sich schnell erwärmen. Auf schweren Tonböden, die sich nur langsam erwärmen, werden Aussaat und Ernte verzögert. Das Einarbeiten von organischem Material, zum Beispiel Kompost, verbessert die Bodenstruktur, führt zu einer besseren Drainage und zu einer schnelleren Erwärmung. Auberginen können immer wieder an demselben Platz gezogen werden und eignen sich für eine Mischkultur – gute Partner sind Kohlrabi, Paprika, Radieschen, Salat und Spinat.

Pflege

Auberginen benötigen regelmäßige Wassergaben, sollten aber nicht übermäßig gegossen werden, um Wurzelfäulen zu vermeiden. Eine Mulchschicht hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Auch sollte beim Gießen darauf geachtet werden, die Blätter nicht unnötig mit Wasser zu benetzen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Sobald die Pflanzen Früchte angesetzt haben, düngt man sie alle 2 Wochen mit einem Volldünger, der im Gießwasser aufgelöst wird – Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter® komplett oder Gärtner Pötschkes rein organischer Naturdünger eignen sich zum Beispiel besonders gut. Alternativ kann aber auch ein kaliumbetonter Flüssigdünger – wie Gärtner Pötschkes Tomatendünger flüssig – verwendet werden. Der Boden sollte während der gesamten Wachstumszeit unkrautfrei gehalten werden.

Man zieht Auberginen wie Tomaten an Stäben oder Schnüren. Um die Fruchtbildung zu fördern ist es wichtig, Seitentriebe auszugeizen. Bei Freilandkulturen belässt man 3 Triebe mit je 2 Fruchtansätzen an der Pflanze, im Gewächshaus 4 Triebe. Weitere Fruchtansätze bricht man aus, damit sich die vorhandenen Früchte gut entwickeln. Wer nichts gegen kleine Früchte einzuwenden hat, kann auch alle Fruchtansätze an der Pflanze belassen. Bei Bedarf kann der Mitteltrieb bei einer Länge von etwa 40 cm gekappt werden, dann entwickelt sich die Aubergine buschiger und benötigt meist auch keine Stützhilfe.

Für einen sicheren Fruchtansatz

Auberginen sind Windbestäuber. Damit ihre Bestäubung gesichert wird, sollten die Pflanzen nach der Blütenbildung des Öfteren leicht geschüttelt werden – am besten gegen Mittag, wenn die Blüten weit geöffnet sind. Bei einer Gewächshauskultur sollte man aus dem gleichen Grund für eine ausreichende Belüftung sorgen.

Ernte und Lagerung

Die Früchte von Auberginen sind reif, wenn sie eine kräftige Farbe angenommen haben und auf Fingerdruck leicht nachgeben, aber noch nicht weich sind. Dies ist in der Regel ab Juli der Fall. Von außen sollen sie zu dieser Zeit richtig schön glänzen – denn sobald die Schale matt wird, schmecken die Früchte bitter. Zudem kann Überreife schnell zu Fäulnis führen. Auberginen reifen nur an der Pflanze. Im Herbst vor Frostbeginn kann sie bei Bedarf eingetopft und zur Nachreife ins Haus geholt werden.

Am Stielansatz abgeschnitten können Auberginen nach der Ernte gut 2 Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. In Scheiben oder Würfel geschnitten, kann man sie auch einfrieren – dazu brauchen sie nicht blanchiert werden. Für ihre Zubereitung in der Küche können sie im gefrorenen Zustand einfach weiterverwendet werden. Unreife Auberginen enthalten Solanin und sind giftig. Deshalb sollte man die Früchte nur gegart und gekocht, gebraten, gegrillt oder auch überbacken genießen.

Kleiner Trick mit großer Wirkung

Die Früchte von Auberginen selbst enthalten kaum Fett, sie nehmen jedoch beim Braten eine Unmenge davon auf und saugen sich voll wie ein Schwamm. Um das zu verhindern, schneidet man die Früchte nach dem Putzen in dicke Scheiben und salzt sie kräftig ein. Nach einer halben Stunde wird das Salz mit Wasser wieder abgespült. Derart vorbehandelt nehmen sie beim Braten nicht mehr so viel Fett auf. Gleichzeitig wird auch ihr Gehalt an Bitterstoffen reduziert.

Rezept: Gebackene Aubergine


Zutaten:
1 Aubergine
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
1 Mozzarella
Basilikum
Salz & Pfeffer

Zubereitung:
Die Aubergine in 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und auf einem Backblech verteilen.  Anschließend den fein gehackten Knoblauch auf den Auberginen-Scheiben verteilen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und ein wenig Öl darüber träufeln. 
Die Tomaten und den Mozzarella schneiden Sie in dünne Scheiben und legen zunächst die Tomaten und anschließend den Mozzeralla auf die Auberginen. Wer möchte, kann noch mit etwas Basilikum Würzen.
Nun einfach im vorgeheizten Backofen bei ca. 180° 15 bis 20 Minuten backen.

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