Narzisse

Narzisse

Pflanz- und Pflegeanleitung Narzisse

Botanischer Name

Narcissus in Arten und Sorten

Familie

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Sie sind das absolute Frühlingssymbol in unseren Gärten – Narzissen. Heute kennt man viele tausend Sorten, eingeteilt je nach Blütenform und botanischer Herkunft in 12 Narzissenklassen. Wobei die Gelbe Trompetennarzisse in unseren Breitengraden zweifelsohne die bekannteste und wohl auch beliebteste ist. In Anlehnung an ihre Blütezeit und Blütenform wird sie umgangssprachlich häufig auch Osterglocke genannt. Neben den typisch leuchtendgelben Blüten gibt es mittlerweile auch Sorten mit weißen oder blassgelben Blütenhüllblättern sowie orangen, rosa und roten Kronen. Je nach Sorte können sie eine Wuchshöhe von gerade einmal 15 cm bis hin zu 50 cm erreichen. Alle Narzissen eignen sich wunderbar als Schnittblume für die Vase. Wer sie aber zusammen mit anderen Blumen kombinieren möchte, sollte berücksichtigen, dass sie einen milchigen Saft absondern, der ihnen schadet. Sie halten länger, wenn man sie zunächst einige Stunden lang in lauwarmes und anschließend über Nacht in frisches, kaltes Wasser stellt. Danach können sie auch mit anderen Blumen zusammen in die Vase.

Pflanzung und Standort

Die Zwiebeln von Narzissen werden ab dem Spätsommer circa 15–20 cm tief gepflanzt. Narzissen fühlen sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit lockeren und nicht zu stauender Nässe neigenden Gartenböden am wohlsten. Vor dem Pflanzen den Boden spatentief lockern. Bei schweren, feuchten sowie stark lehmhaltigen Böden sollte deshalb immer für einen ausreichenden Wasserabzug gesorgt werden. Um diesen zu erreichen, gibt man zuunterst in das Pflanzloch eine Schicht Kies oder Tonscherben als Drainage, darüber etwas Sand und lockere Erde. Anschließend werden erst die Blumenzwiebeln gepflanzt.

Pflege

Die meisten Narzissen sind anspruchslos, robust sowie winterhart und blühen jedes Jahr wieder aufs Neue. Dafür nach der Blüte einmal mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter® für Blumenzwiebeln und – bis die Blätter im Frühsommer einziehen und zu welken beginnen – möglichst ungestört wachsen lassen. Lediglich die Jonquilla-, Tazetta- und die Triandrus-Narzissen sind ein wenig empfindlicher und benötigen einen leichten Winterschutz. Auch in Töpfe oder Kästen gepflanzte Narzissen stellt man den Winter über besser an einen kühlen sowie geschützten Platz, bis sich im zeitigen Frühjahr die ersten Blätter zeigen.

Wenn die Blühkraft der Narzissen mit den Jahren nachlässt, empfiehlt es sich, die Zwiebeln aus dem Boden zu holen und die mit der Zeit durch Bildung von Tochterzwiebeln entstandenen Horste zu teilen. Der beste Zeitpunkt ist dafür gekommen, wenn das Laub vollständig vergilbt ist. Denn dann haben die Zwiebeln bereits genügend Reservestoffe für das nächste Jahr gesammelt. Haben sich Tochterzwiebeln gebildet, sollte man diese von der Mutterzwiebel abtrennen und für eine weitere Vermehrung nutzen. Die auf diese Weise vereinzelten Zwiebeln können anschließend wieder mit genügend Abstand in den Boden gesetzt werden. Wenn Sie Ihren Narzissen etwas Gutes tun möchten, sollte der Boden am alten beziehungsweise auch am neuen Standort mit Kompost angereichert und aufgebessert werden, denn Narzissen lieben nährstoffreiche Böden mit einem hohen Humusgehalt. Nach dem Pflanzen das Gießen nicht vergessen. Dieser Vorgang empfiehlt sich im Durchschnitt alle 3–4 Jahre.



<  Zurück

Nach oben