Vogelmiere

Vogelmiere

Unkrautbekämpfung Vogelmiere

Botanischer Name

Stellaria media

Familie

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Einordnung

Samenunkraut

Die Vogelmiere – häufig auch Sternmiere genannt – ist ein einjähriges und mitunter sehr unangenehmes Unkraut im Garten. Da schon winzige Pflanzen blühen und ihren Samen produzieren, samt sie sich schnell aus und überzieht dann problemlos große Flächen. Und die Vogelmiere hat fast das ganze Jahr über Saison. Unabhängig von der Jahreszeit lassen sich fast immer ihre kleinen, sternförmigen, weißen Blüten an den bis zu 30 cm langen, niederliegenden und als Besonderheit einseitig behaarten Stängeln finden. Was ihren Standort betrifft, ist die Vogelmiere sehr anpassungsfähig. Sie wächst bevorzugt auf feuchten Gartenböden – kommt aber auch mit trockenem Untergrund zurecht. Als Zeigerpflanze ist sie aber in jedem Fall ein sicheres Indiz für einen stickstoffreichen Boden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Regelmäßiges Hacken und Jäten sind die besten Möglichkeiten, einmal aufgetretene Vogelmiere wieder loszuwerden. Je eher mit der Bekämpfung begonnen wird und je früher die jungen Sämlinge entfernt werden, desto besser lässt sich das Samenunkraut in Schach halten. Denn bis zu 15.000 Samen kann eine einzelne Pflanze bilden, welche im Boden jahrelang keimfähig bleiben. Und ihre Keimung kann das ganze Jahr über erfolgen – selbst bei niedrigen Temperaturen und nasskaltem Wetter.

Grundsätzlich ist die Vogelmiere besonders häufig auf abgeernteten Beeten, brachliegenden Feldern und in noch lückenhaften Neuansaaten ein Problem. Im Ziergarten können freie Flächen vorbeugend gemulcht oder dicht mit Bodendeckern bepflanzt werden. Im Gemüsegarten empfiehlt sich eine Mischkultur, damit der Boden möglichst lange abgedeckt ist. Freiwerdende Beete sät man aus dem gleichen Grund am besten mit einer Gründüngung ein, um auch hier den Boden schnellstmöglich wieder zu bedecken.

Alles in allem ist die Vogelmiere zwar lästig, aber nicht wirklich störend. Obwohl sie ziemlich wuchern kann, stellt sie für gesunde und gut versorgte Pflanzen keine Bedrohung und Konkurrenz dar. Solange sie nicht überhandnimmt, sollte man sich deshalb auf eine mechanische Unkrautbekämpfung durch Hacken und Jäten beschränken, mit der man die Vogelmiere auch relativ gut in den Griff bekommen kann. Chemische Pflanzenschutzmittel sind zwar wirksam, sollten aber nur im äußersten Fall verwendet werden.

Finalsan® UnkrautFrei Plus von Neudorff® ist zum Beispiel ein Total-Unkrautvernichter mit einer hohen Wirksamkeit, der auch für die Bekämpfung von hartnäckigen Unkräutern geeignet ist. Eine Nutzung auf gärtnerisch genutzten Flächen ist zulässig – die Anwendung auf Plätzen und Wegen (Nichtkulturland) dagegen genehmigungspflichtig. Um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu garantieren, müssen die Pflanzen möglichst komplett benetzt werden. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, da bei unsachgemäßer Anwendung auch Kulturpflanzen mit abgetötet werden.

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