Sauerklee

Unkrautbekämpfung Sauerklee

Botanischer Name

Oxalis corniculata

Familie

Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)

Einordnung

Samen- und Wurzelunkraut

Die Familie der Sauerkleegewächse umfasst hunderte Arten, von denen lediglich der Waldsauerklee bei uns heimisch ist. Manche von ihnen werden sogar wegen ihrer kleeartigen Blätter und schönen Blüten als Zierpflanzen kultiviert, wie zum Beispiel der Dreieckige Glücksklee. Andere von ihnen werden aber gar nicht so gerne gesehen und als Unkraut betrachtet. An dieser Stelle ist der Hornsauerklee zu nennen – ein einjähriges, mitunter auch ausdauerndes Kraut, das auch als Gelber Sauerklee bekannt ist.

Hornsauerklee erkennt man an seinen dunkelgrünen bis rotbraunen Blättern sowie gelben Blüten, die von Juni bis Oktober die bis zu 15 cm hohe Pflanze zieren. Er ist ein äußerst hartnäckiges und nur schwer zu beseitigendes Unkraut, da er sich sowohl durch Ausläufer als auch durch Samen stark und flächendeckend ausbreitet sowie vermehrt. Eine Besonderheit sind seine bis zu 2 cm langen und schmalen Kapselfrüchte, die den braunen Samen enthalten. Sie öffnen sich bei der geringsten Berührung und setzen ihn mit einem Schleudermechanismus ruckartig in die nähere Umgebung frei. Dadurch kann er in einen Umkreis von bis zu 1 Meter verteilt werden, was seine Ausbreitung extrem fördert. Hornsauerklee gedeiht am besten auf humosen und nährstoffreichen sowie leicht sauren Böden. Im Garten wird er besonders häufig in Pflanztöpfen, Rasenflächen oder Steinfugen zu einem Problem.

Vorbeugung und Bekämpfung

Ohne Bekämpfungsmaßnahmen breitet sich Sauerklee stark aus. Am wirkungsvollsten ist die mechanische Bekämpfung, also das regelmäßige Jäten der Pflanzen. Allerdings ist er mit seinem weitreichenden Geflecht nur sehr schwer vollständig zu erfassen. Versucht man ihn herauszureißen, bleiben oft Wurzelreste im Boden zurück und er beginnt erneut zu wuchern. Deshalb sollte man versuchen, die Wurzeln möglichst komplett aus der Erde zu entfernen. In Steinfugen kann ein Fugenkratzer helfen, ihn möglichst tief zu fassen zu bekommen. Wichtig ist, dass das Jäten vor der Samenbildung im Sommer erfolgt, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Damit einhergehend kann eine Aufkalkung des Bodens den Ausbreitungsdrang des Sauerklees etwas bremsen, da es sich vorwiegend nur auf sauren Böden ansiedelt. Auch eine Abdeckung des Bodens mit Rindenmulch kann erste Abhilfe schaffen.



Etwas schwieriger stellt sich die Bekämpfung in Rasenflächen dar. Durch seinen flachen Wuchs wird Sauerklee beim Mähen meist nicht erfasst und verdrängt die Gräser mit der Zeit mehr und mehr. Einzig und allein die Blüten- und Samenbildung lässt sich durch ein regelmäßiges Abmähen und Kurzhalten des Rasens in Schach halten. Eine gute Pflege inklusive Vertikutierung stärkt die Gräser im Kampf gegen den Sauerklee und macht ihn weniger anfällig.

Zeigen diese regelmäßig durchzuführenden Maßnahmen und Pflegearbeiten keine ausreichende Wirkung, bringen Herbizide in den meisten Fällen den gewünschten Erfolg. Finalsan® UnkrautFrei Plus von Neudorff® ist zum Beispiel ein Total-Unkrautvernichter mit hoher Wirksamkeit, der auch für die Bekämpfung von hartnäckigen Unkräutern geeignet ist. Eine Nutzung auf gärtnerisch genutzten Flächen ist zulässig – die Anwendung auf Plätzen und Wegen (Nichtkulturland) dagegen genehmigungspflichtig. Um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu garantieren, müssen die Pflanzen möglichst komplett benetzt werden. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, da bei unsachgemäßer Anwendung auch Kulturpflanzen mit abgetötet werden. Zur Bekämpfung im Rasen empfiehlt sich Rasen-Unkrautfrei Weedex® von Celaflor®. Ein breit wirksames Rasenherbizid zum Gießen mit Blatt- und Wurzelwirkung gegen herkömmliche sowie schwer bekämpfbare Unkräuter in Rasenflächen.

Gärtner Pötschke

Wichtiger Hinweis zum Sauerklee

Im Umgang mit dem Sauerklee ist Vorsicht geboten. Während viele Unkräuter als Heilpflanze einen hohen Stellenwert haben, sollte Sauerklee aufgrund seines hohen Gehalts an Oxalsäure nicht gegessen oder als Tee getrunken werden.



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