Herkulesstaude

Herkulesstaude oder Riesen-Bärenklau

Unkrautbekämpfung Herkulesstaude oder Riesen-Bärenklau

Botanischer Name

Heracleum mantegazzianum

Familie

Doldenblütler (Apiaceae)

Einordnung

Samenunkraut

Die Herkulesstaude – häufig auch Riesen-Bärlauch genannt – ist seit einigen Jahren immer häufiger bei uns anzutreffen. Ursprünglich wurde die mehrjährige Staude als Zierpflanze in Mitteleuropa eingeführt. Seitdem hat sich der Bärenklau erfolgreich behauptet und ausgebreitet. In der freien Natur ist er vorwiegend an Bachläufen und Flussufern zu finden. Dort bevorzugt er einen feuchten und nährstoffreichen Humus- oder Lehmboden. Doch das Auftreten des Bärenklau ist problematisch, da er nicht nur giftig ist, sondern mit seiner dominanten Art auch heimische Pflanzen von ihrem Naturstandort verdrängt. Hinzu kommt ihr starker Ausbreitungsdrang – mehrere tausend Samen kann eine einzelne Pflanze innerhalb eines Jahres bilden, wodurch sich ihre Bestände rasant vergrößern und sie schnell zu einem unangenehm wuchernden Unkraut wird.

Herkulesstaude/Bärenklau erkennen

Aufgrund ihrer Größe ist die Herkulesstaude gut zu erkennen. Ihre hohlen Stängel können am Grund einen Durchmesser von bis zu 10 cm annehmen und eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen. An optimalen Standorten kann sie – wenn man sie ungestört wachsen lässt – aber auch noch viel größer werden. Nicht weniger imposant sind auch ihre riesigen, tief gezähnten Blätter sowie weißen Blüten. Sie erscheinen ab Juli in Dolden an der Pflanze und können in Einzelfällen bis zu 50 cm in der Breite messen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Eine Bekämpfung der Herkulesstaude ist schwierig. Nur durch ein vollständiges Ausgraben der Staude inklusive ihrer Wurzeln lässt sich die Pflanze dauerhaft beseitigen. Um eine weitere Ausbreitung des Bärenklau durch Selbstaussaat zu verhindern, sollte dies unbedingt vor der Blüte getan werden. Je früher man den Zeitpunkt dafür wählt, desto einfacher gestaltet sich die Arbeit, da die Staude noch nicht ihr volles Ausmaß erreicht hat. Alternativ kann man ihre Blüten kurz vor der Fruchtreife auch abschneiden. Wichtig ist nur, den richtigen Zeitpunkt abzupassen und die Blütenstände gut zu entsorgen. Sie sollten nicht einfach auf dem Boden liegen gelassen oder nur umgeknickt werden.

Zeigen diese regelmäßig durchzuführenden Maßnahmen und Pflegearbeiten keine ausreichende Wirkung, bringen Herbizide in den meisten Fällen den gewünschten Erfolg. Finalsan® UnkrautFrei Plus von Neudorff® ist zum Beispiel ein Total-Unkrautvernichter mit hoher Wirksamkeit, der auch für die Bekämpfung von hartnäckigen Unkräutern geeignet ist. Eine Nutzung auf gärtnerisch genutzten Flächen ist zulässig – die Anwendung auf Plätzen und Wegen (Nichtkulturland) dagegen genehmigungspflichtig. Um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu garantieren, muss der Bärenklau möglichst komplett benetzt werden. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, da bei unsachgemäßer Anwendung auch Kulturpflanzen mit abgetötet werden. Als Kontaktherbizid kann das Mittel zum Beispiel auf die Blätter und Triebe der Herkulesstaude gespritzt oder getupft werden.

Wichtiger Hinweis zur Herkulesstaude

Im Umgang mit der Herkulesstaude ist Vorsicht geboten. Ein direkter Kontakt mit der Pflanze kann unter Lichteinwirkung Hautreizungen und Hautverbrennungen hervorrufen. Aus diesem Grund sollte bei der Arbeit zum Schutz unbedingt entsprechende Kleidung mit langen Ärmeln und Handschuhen getragen werden. Bei Kontakt mit dem Pflanzensaft ist die betroffene Hautstelle vor Sonnenlicht zu schützen und gründlich abzuwaschen.

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