Franzosenkraut

Franzosenkraut

Unkrautbekämpfung Franzosenkraut

Botanischer Name

Galinsoga parviflora

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Einordnung

Samenunkraut

Das Franzosenkraut – häufig auch Kleinblütiges Knopfkraut genannt – ist ein einjähriges Samenunkraut. Es bildet innerhalb kürzester Zeit massenhaft Samen, so dass es sich rasch ausbreiten kann, wenn nicht rigoros gejätet wird. Denn es blüht schon nach kurzer Entwicklungszeit an kleinen Pflanzen – und jeder Blütenstand streut Tausende von Samen aus, die alle entweder sofort oder spätestens im kommenden Frühjahr keimen. Vor allem auf abgeernteten Beeten vermehrt sich das Franzosenkraut unglaublich stark. Dabei bevorzugt es sonnige Standorte mit einem kalkhaltigen, nährstoffreichen und sandigen Lehmboden. Es bleibt oft niedrig, kann aber durchaus Wuchshöhen von bis zu 70 cm erreichen. Im Sommer von Juni bis Oktober blüht es mit kleinen, weißen Blütenköpfchen und gelber Mitte. Mit den ersten Frösten stirbt das Kraut dann ab.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die einzige Hilfe ist, alle Pflanzen durch regelmäßiges Hacken und Jäten zu entfernen, solange sie noch klein sind und keine Samen angesetzt haben. Nur so kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Bereits blühende Unkräuter dürfen keinesfalls auf den Kompost geworfen werden, denn dort überdauern ihre Samen die Zersetzungszeit und werden im folgenden Jahr mit der Komposterde wieder im Garten verteilt. Bei der Bekämpfung ist eine gute Beobachtungsgabe gefragt. Franzosenkraut hat als Sämling und Jungpflanze eine große Ähnlichkeit mit einigen Sommerblumen. Vor allem wird es leicht mit Leberbalsam und Salbei verwechselt. Das passiert selbst Fachleuten, wenn es noch sehr klein ist.

Zeigen diese regelmäßig durchzuführenden Maßnahmen und Pflegearbeiten keine ausreichende Wirkung, bringen Herbizide in den meisten Fällen den gewünschten Erfolg. Finalsan® UnkrautFrei Plus von Neudorff® ist zum Beispiel ein Total-Unkrautvernichter mit hoher Wirksamkeit, der auch für die Bekämpfung von hartnäckigen Unkräutern geeignet ist. Eine Nutzung auf gärtnerisch genutzten Flächen ist zulässig – die Anwendung auf Plätzen und Wegen (Nichtkulturland) dagegen genehmigungspflichtig. Um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu garantieren, müssen die Pflanzen möglichst komplett benetzt werden. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, da bei unsachgemäßer Anwendung auch Kulturpflanzen mit abgetötet werden. Als Kontaktherbizid kann das Mittel zum Beispiel auf die Blätter und Triebe des Franzosenkrauts gespritzt oder getupft werden.

So können Sie sich Franzosenkraut zu Nutze machen

Trotz allem hat das Franzosenkraut aber auch seine guten Seiten. Seine jungen Blätter und Stängel können roh zu einem Salat oder gekocht zu einem schmackhaften und würzigen Gemüse verarbeitet werden. Im 18. Jahrhundert wurde es zu diesem Zweck sogar als Gemüsepflanze angebaut. Aber auch die Blüten und Samen können als essbare Dekoration beziehungsweise vitaminreiche Sprossensaat genutzt werden. In der Heilkunde wird das Franzosenkraut vor allem aufgrund seines hohen Mineralstoffgehalts geschätzt – insbesondere Eisen, Kalium und Mangan enthält es in großen Mengen.

Nach oben