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Schädlinge

Informationen, Tipps und Maßnahmen gegen Schädlinge

Schädling ist nicht gleich Schädling - welche verschiedenen Gruppen gibt es?

Tierische Schädlinge sind mit die häufigsten Verursacher von Problemen in unseren Gärten. Und sie treten an nahezu allen Nutz- und Zierpflanzen auf. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwei große Gruppen von tierischen Schaderregern. Die einen leben im Boden und schädigen die Wurzeln und den Wurzelhals, die anderen befallen überwiegend die oberirdischen Pflanzenteile. Erfahrungsgemäß kann man behaupten, dass die im Boden lebenden Schädlinge sich leichter vermehren und wesentlich schwieriger zu bekämpfen sind. Denn man erkennt sie in der Regel erst, wenn es schon zu spät ist und bereits Schaden angerichtet wurde. Oft sind einige dieser unterirdisch aktiven Schädlinge schuld daran, dass Pflanzen nur langsam und kümmerlich wachsen. Andere fressen in Windeseile den ganzen Wurzelbereich ab, dann verwelken die Pflanzen sehr schnell und gehen ein. Die oberirdisch aktiven Insekten lassen sich nach der Art ihrer Nahrungsaufnahme wiederum in zwei Gruppen unterteilen – in die saugenden und mit Mundwerkzeugen fressenden Schädlinge. Sind Pflanzensauger am Werk, verraten sich diese durch Einstichstellen und typische Verfärbungen an Blättern und Stängeln. Innerhalb der Gruppe der saugenden Schädlinge gibt es solche, die in der Pflanze leben, und andere, welche die Pflanzen von außen anstechen, um so an den Pflanzensaft heranzukommen. Sind Pflanzenfresser an Blättern, Blüten und Stängeln am Werk, ist der Schaden meist schnell zu erkennen. An den Fraßspuren lässt sich in der Regel sogar auf den Urheber schließen.

Warum werden die durch Insekten verursachten Schäden so hoch bewertet?

Tierische Schädlinge verursachen an den von ihnen befallenen Pflanzen Gewebeverluste – sei es wie gerade beschrieben durch Saug- oder Fraßtätigkeiten. Von allen tierischen Schädlingen sind die Insekten dabei mit Abstand die größte und bedeutendste Schädlingsgruppe. Manche von ihnen sind spezialisiert und befallen nur ganz bestimmte Pflanzenarten. Andere sind weniger wählerisch und suchen ihr Futter dort, wo es für sie am bequemsten ist. Dabei werden nahezu alle Pflanzenteile geschädigt – von den Wurzeln angefangen bis hin zu den Blättern, Blüten und Früchten. Jeder einzelne Schädling an sich bedeutet noch keinen nennenswerten Schaden für die betroffene Pflanze. Treten sie aber in großen Kolonien auf, können die Gewebeverluste bedrohliche Ausmaße annehmen. Denn die durch die Saug- und Fraßtätigkeiten herbeigeführten Verletzungen mindern nicht nur den Zierwert, sie schwächen auch die Pflanze. Nicht selten sind Deformationen und Missbildungen die Folge. Außerdem stellen die Wunden willkommene Eintrittspforten für weitere durch Bakterien, Pilze und Viren verursachte Krankheiten dar. Wer sich genauer mit den Pflanzenschädlingen befasst, stellt schnell fest, wie komplex die ganze Thematik ist. Denn es treten nicht nur die Insekten selbst als „Übertäter“ auf – auch die Larven können mitunter schon erheblich Schaden anrichten. Und es kommt auch nicht auf die Größe an – meist sind die kleinsten Tiere die gefährlichsten. Oftmals lohnt es daher, sich genauer mit der Biologie der Schädlinge zu befassen. Denn nur wenn man ihre Lebenszyklen sowie ihre genauen Schadbilder kennt, kann man eine eindeutige Diagnose treffen und eine dem Schaderreger angepasste Maßnahme wählen.

Stellen Nützlinge eine sinnvolle Alternative der Schädlingsbekämpfung dar?

Jeder Gärtner weiß, dass er bei der Bekämpfung von Schädlingen mit Pflanzenschutzmitteln allein nicht weit kommt. Denn im Zusammenhang mit der Vorbeugung kommt auch der Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts und der Ansiedlung von Nützlingen eine entscheidende Bedeutung zu. Nützlinge sind hilfreiche Freunde im Garten. Wobei wir als Nützlinge all jene Tiere bezeichnen, die Jagd auf Schädlinge machen und diese dezimieren. Zu den fleißigsten Helfern im Garten gehören Igel, Kröten, Maulwürfe, Spitzmäuse und Vögel aber auch Insekten wie Florfliegen und Marienkäfer. Wahrscheinlich treibt sich der eine oder andere Nützling schon in Ihrem Garten herum, ohne dass Sie ihn bemerkt haben – viele der Helfer führen ein Leben im Verborgenen oder gehen erst in der Nacht auf Beutesuche. Damit diese ihre Arbeit effektiv verrichten können, brauchen sie einen Unterschlupf, Brut- und Nistmöglichkeiten sowie Wasser und ausreichend Nahrung. Manche Nützlinge wie räuberische Nematoden, Raubmilben, Schlupfwespen oder Schwebfliegen werden von Fachbetrieben gezielt gezüchtet und als „biologische Waffe“ im gewerblichen Anbau gegen Schädlinge eingesetzt. Etliche von ihnen können auch von Ihnen als Privatperson über den Fachhandel bestellt werden. Sinnvoller und preiswerter ist es aber, wenn man sie durch eine vielfältige Bepflanzung und Gestaltung des Gartens anlockt und sie bei eventuell nötigen Bekämpfungsmaßnahmen schont – dann erledigen die kleinen Helfer ihre Aufgabe stetig und zuverlässig.

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