Garten anlegen Teil 1

Welcher Gartentyp sind Sie?

Jeder Gärtner hat seine eigenen Vorlieben. Sie möchten vielleicht einen Bauerngarten mit Gemüse und Obst oder einen Wassergarten mit Bachlauf anlegen. Ihr Nachbar liebt stattdessen ausgefallene Gewächse oder entspannende Mußestunden in einem Garten, der im japanischen Stil angelegt ist. Wenn der Garten von der ganzen Familie genutzt wird, dann legen Sie sicher Wert auf Spielmöglichkeiten und einen Garten, in dem auch Platz für Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ist. Auch der Gesundheit zuliebe sollten Sie auf ein Gemüsebeet und ein paar frische Kräuter nicht verzichten. Denken Sie bei allem, was Sie planen, vor allem daran, wie viel Arbeit es später einmal machen wird. Ein Rosenparadies oder ein Garten im japanischen Stil braucht viel Pflege, damit er immer ordentlich aussieht. Am wenigsten Arbeit bereitet dagegen ein naturnaher Garten mit einheimischen Sträuchern und Stauden. Hier arbeitet die Natur für Sie.

Sie merken schon: Es hängt von Ihren Vorlieben und Fähigkeiten ab, wie Ihr Garten später einmal aussehen wird, aber auch von der Zeit, die Sie für den Garten erübrigen können. Deshalb sollte als Allererstes die Frage geklärt werden: Welcher Gartentyp passt zu mir und wie viel Arbeit kann ich investieren? Auf Dauer werden Sie nämlich nur dann ein glücklicher Gärtner sein, wenn Ihr Garten wirklich Ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. Sind Sie nicht bereit, Zeit und Arbeit zu investieren, werden Sie an einem aufwändigen Rosengarten genauso wenig Freude haben, wie an einem reichhaltigen Nutzgarten. Für manchen Gartenfreund sind deshalb eine robuste Rasenfläche und ein paar pflegeleichte Sträucher die ideale Lösung für den Garten.

Auf Ideensuche gehen

Wenn Sie ein Gartenneuling sind, wird Ihnen nicht auf Anhieb einfallen, was man alles im Garten realisieren kann und welche Möglichkeiten es hier gibt. Da ist guter Rat oft teuer und Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Gartenstil gefragt. Eine Möglichkeit ist ein Spaziergang durch die Nachbarschaft. Wenn man mit offenen Augen durch die Straßen geht und sich die Gärten anschaut, sieht man immer etwas, das Anregungen gibt: sei es die Farbstimmung eines Blumenbeetes, die Anordnung der Bäume und Sträucher auf dem Grundstück oder interessante Pflanzen, die durch ihren Wuchs, ihre Blüten oder ihr ungewöhnliches Laub auffallen. Der Blick fällt dabei jedoch auch auf andere Dinge, wie zum Beispiel ein schönes Gartenmöbel, die Art der Außenbeleuchtung oder einen geschickt in den Garten integrierten Teich. Der große Vorteil dieser Art von Ideensuche besteht darin, dass Sie sich sicher sein können: Das Gesehene wird sich auch in Ihrem Garten umsetzen lassen. Die Standortbedingungen und das Klima sind in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nahezu die gleichen wie bei Ihnen zu Hause.

Mediterrane Sitzecke nach dem Garten anlegen
Auch mediterrane Träume wie diese Sitzecke können beim Garten anlegen verwirklicht werden

Anders sieht das dann schon bei der Ideensuche in Gartenzeitschriften und Gartenbüchern aus. Dort findet man zwar perfekte Traumgärten auf Hochglanzpapier gedruckt, doch wo sich diese Gärten befinden und wie viel Arbeit in ihnen steckt, damit sie so makellos aussehen, ist nirgendwo zu lesen. Manche der abgebildeten Pflanzen sind zwar wunderschön, aber nicht für unser Klima geeignet. Andere verlangen besonders kundige Pflege, für die einfach die Zeit und die Erfahrung fehlen. Einige der abgebildeten Gärten zeigen eine Welt, mit der kaum jemand mithalten kann. Dennoch sind Gartenmagazine eine wertvolle Informationsquelle. Sie geben Anregungen, die in etwas veränderter Form vielleicht auch im eigenen Garten umgesetzt werden können. Es genügt oft schon, die Stimmung oder einzelne Motive aufzugreifen. Heutzutage bietet auch das Internet eine Quelle für Anregungen zu Gestaltungen aller Art. Hier finden sich zudem Informationen über neue Gartengeräte, Möbel und Accessoires. Letztendlich finden Sie als Gartenbesitzer dort auch Adressen von professionellen Gartengestaltern in Ihrer Nähe und Literaturhinweise. Eine weitere Möglichkeit bietet der direkte Gartennachbar, denn oft staunt man, wie viel Wissen und Erfahrung so mancher Hobbygärtner im Lauf eines Gartenlebens angesammelt hat, das er gern zu teilen bereit ist. Sammeln Sie daher erst einmal Eindrücke und Informationen bevor Sie sich an die Um- oder Neugestaltung Ihres Gartens wagen und beantworten Sie für sich die Frage: "Welcher Gartentyp bin ich eigentlich und welcher Gartenstil passt zu mir?"



<  Zurück

Nach oben