Bromelien pflegen gelingt auch Anfängern, denn diese tropischen Ananasgewächse sind erstaunlich genügsam. Die meisten Arten stammen aus dem tropischen und subtropischen Amerika und wachsen dort als Aufsitzerpflanzen auf Ästen und Bäumen.
Standort und Substrat für Bromelien
Da Bromelien in der Natur als Epiphyten wachsen, bilden sie nur wenig Wurzelwerk und brauchen daher nur einen kleinen Topf mit sehr durchlässiger, humoser Erde. Ein heller, warmer Standort ohne direkte Mittagssonne ist ideal. Die meisten Arten vertragen keine Temperaturen unter 15 Grad Celsius. Im Sommer freuen sich Bromelien über einen geschützten Platz im Freien, solange sie vor praller Sonne und Regen geschützt stehen. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Wohlbefinden dieser tropischen Pflanzen.
Gießen und Düngen von Bromelien
Eine Besonderheit vieler Bromelien ist der Blatttrichter, in den du regelmäßig etwas Wasser gießen solltest. Die Pflanze nimmt die Feuchtigkeit über die Blätter auf. Verwende möglichst kalkarmes Wasser, da Bromelien empfindlich auf Kalk reagieren. Die Erde sollte nur leicht feucht gehalten werden, Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Während der Wachstumszeit von Frühling bis Herbst kannst du alle vier Wochen schwach düngen. Im Winter reduzierst du die Wassergaben deutlich.
Vermehrung durch Kindel
Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze der meisten Bromelien-Arten langsam ab, bildet aber vorher seitliche Kindel. Diese Ableger kannst du abtrennen, sobald sie etwa ein Drittel der Größe der Mutterpflanze erreicht haben. Setze die Kindel in kleine Töpfe mit durchlässigem Substrat und halte sie warm und feucht. Nach einigen Monaten entwickeln sich daraus eigenständige Pflanzen, die nach ein bis drei Jahren selbst zur Blüte kommen können.
Häufig gestellte Fragen
Warum brauchen Bromelien nur einen kleinen Topf?
Bromelien wachsen in der Natur als Aufsitzerpflanzen auf Bäumen und bilden daher nur wenig Wurzelwerk. Ein kleiner Topf mit durchlässigem Substrat genügt völlig und beugt Staunässe vor.
Stirbt eine Bromelie nach der Blüte wirklich ab?
Ja, die Mutterpflanze stirbt nach der Blüte langsam ab. Vorher bildet sie jedoch seitliche Kindel, die du abtrennen und als neue Pflanzen weiterkultivieren kannst.