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Wildrose weiß

Rosen pflanzen - so macht's der Profi

Infos & Tipps vom Profi

Dass Rosen absolute Sonnenkinder sind, die sich an warmen, luftigen Standorten im Garten am wohlsten fühlen, ist sicherlich kein Geheimnis. Doch das allein macht diese Pflanzen noch nicht glücklich.

Worauf Sie sonst noch achten sollten, wenn Sie neue Rosen pflanzen und welche Zusatztipps unsere Profis noch für Sie haben, lesen Sie in diesem Ratgeber.

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Rosen lieben warme, luftige Standorte mit vielen Sonnenstunden

Das ist der richtige Standort zum Rosen pflanzen

Sonnig, warm und luftig sollte der ideale Standort für Ihre Rosen im Garten sein. Aber wie ist es eigentlich mit der Erde? Wie sollte sie beschaffen sein, damit sich Rosen auch wirklich wohlfühlen?

Die Erde am neuen Rosenstandort darf weder zu leicht noch zu schwer sein, denn Rosen benötigen gut durchlüftete, lockere und tiefgründige Standorte. Schwere Böden neigen zu Staunässe und lassen kaum Luft an die Pflanzenwurzeln, wogegen sehr leichte Substrate kaum Wasser und Nährstoffe speichern. Aus diesem Grund sind mittelschwere Böden für Rosenpflanzungen ideal, denn hier können sich die Rosen arttypisch und gesund entwickeln.

Haben Sie in Ihrem Garten nicht den optimalen Pflanzboden, können Sie ihn durch das Einarbeiten von Sand oder Lavagranulat (bei schweren Böden) oder Gesteinsmehl/Bentonit (bei sehr leichten Böden) positiv beeinflussen.

Der Grüne Tipp© Der Grüne Tipp

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"Sollen Rosen durch Rosen ersetzt werden, muss vor der Pflanzung ein Bodenaustausch stattfinden!"

Möchten Sie Rosen an einem Standort pflanzen an dem vorher auch schon Rosen standen, reicht eine einfache Bodenverbesserung nicht aus. Hier sollten Sie besser einen kompletten Bodenaustausch vornehmen. Dabei wird der alte Boden ca. 60 cm tief abgetragen und durch frischen, humusreichen und vor allem unbelasteten Boden ersetzt. Dieses Vorgehen ist wichtig, um Wachstumsstörungen bei den neuen Pflanzen vorzubeugen. Im Anschluss können Sie Ihre Rosenpflanzung, wie geplant durchführen.

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Topfrosen haben einen kompakten Topfballen und können daher beinahe ganzjährig gepflanzt werden (Foto: iStock.com/Ben-Schonewille)

Wann und wie pflanzt man Rosen?

Es gibt verschiedene Qualitäten, in denen Sie Rosen beziehen können. Die Gängigsten sind zum einen die wurzelnackten Rosen (werden nur in der Zeit von Ende Oktober bis Ende April zum Kauf angeboten ) und zum anderen die Container– oder auch Topfrosen. Beim Pflanzen gibt es einige Unterschiede, die es zu beachten gilt. Eine weitere Besonderheit ist der Sonderstandort "Pflanzkübel", da die Pflanze hier auf engstem Raum lebt.

Topf- bzw. Containerrosen können das ganze Jahr gepflanzt werden

Die Topf- oder Containerrosen werden, wie der Name bereits vermuten lässt, in Töpfen oder Containern angeboten. Ihren Vorteil haben diese Pflanzen ganz klar darin, dass sie durch den kompakten Topfballen bei frostfreiem Wetter ganzjährig gepflanzt werden können. Bei sonnigem und sehr trockenem Wetter ist allerdings eine regelmäßige Bewässerung unabdingbar, um Stress für die Rosen zu vermeiden.

So geht's:

  • Boden verbessern - nötig und erledigt?
  • Pflanzloch min. doppelt so breit wie der Topfballen (immer min. 40 cm tief)
  • Bodenaushub mit einigen Händen Rosenerde mischen
  • KEIN Kompost beim Pflanzen/im ersten Jahr (Wurzeln könnten verbrennen)
  • KEIN Dünger (fördert tiefes Einwurzeln)
  • Topf vorsichtig entfernen
  • Rose so tief pflanzen, dass Veredelungsstelle ca. 5 cm mit Erde überdeckt ist
  • ausreichend angießen, um Bodenschluss zu erreichen
  • regelmäßige Bewässerung in den nächsten Wochen

Wurzelnackte Rosen pflanzen

Da die wurzelnackten Rosen keinen Erdballen haben, der die Wurzeln vor dem Austrocknen schützt, sollten Sie am besten gleich mit dem Pflanzen beginnen. Schaffen Sie es nicht sofort, schlagen Sie die Pflanzen im Garten ein. Dazu heben Sie einen Graben aus, in den Sie die Rosen hineinstellen. Abschließend bedecken Sie die Wurzeln mit Erde.

Länger als 2 bis 3 Tage sollten die Pflanzen hier jedoch nicht zwischengelagert werden. Das Pflanzen von wurzelnackten Rosen ist bei frostfreiem Wetter von Ende Oktober bis Ende April möglich.

So geht's:

  • Rosen auspacken und einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stellen
  • Pflanzschnitt (gemessen ab der Veredelungsstelle): Triebe auf ca. 20 bis 35 cm einkürzen (Herbstpflanzung 35 cm, Frühjahr 20 cm), Wurzeln auch ein wenig kürzen
  • Pflanzloch ca. 40x40x40 cm ausheben
  • Boden verbessern (wenn nötig)
  • Bodenaushub mit einigen Händen Rosenerde mischen
  • KEIN Kompost beim Pflanzen/im ersten Jahr (Feinwurzeln könnten verbrennen)
  • KEIN Dünger (Feinwurzeln könnten verbrennen, tiefes Einwurzeln wird gefördert)
  • Rose so tief pflanzen, dass Veredelungsstelle ca. 5 cm mit Erde überdeckt ist
  • Wurzeln immer gerade ins Pflanzloch
  • Pflanzloch auffüllen und Erde vorsichtig andrücken
  • ausreichend angießen, um Bodenschluss zu erreichen
  • Rose so hoch mit Erde anhäufeln, dass nur noch ca. 5 cm herausschauen (Schutz vor Sonne, Wind oder Frost)
  • bei Trockenheit ausreichend gießen
  • angehäufelte Erde erst entfernen, wenn Rose ca. 10 cm ausgetrieben ist

Rosen in Pflanzkübel pflanzen

So geht's:

  • Standort des Kübels entsprechend den Standortvoraussetzungen für Rosen wählen
  • Pflanzkübel müssen min. 40 cm tief sein
  • Pflanzkübel muss am Boden ein Loch zur Entwässerung haben
  • Loch im Kübelboden durch Tonscherben abdecken
  • ca. 5 cm Blähton als Drainageschicht einfüllen
  • gepflanzt wird in Rosenerde
  • Pflanzschnitt und Pflanzung genauso, wie bei Rosen im Beet
  • Pflanzkübel auf Steine o.ä. stellen, damit Wasser ablaufen kann
  • nach 3 bis 4 Jahren sollte Erde im Kübel gewechselt werden
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