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Judasbaum

Judasbaum-Ratgeber

Pflanz- und Pflegetipps vom Profi

Basisinfos für Gärtner

Botanischer Name: Cercis in Arten und Sorten

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Licht: sonnig bis maximal halbschattig

Boden: gut durchlässig, kalkhaltig, mäßig nährstoffreich

Der Judasbaum blüht als eines von äußerst wenigen Gehölzen direkt aus dem Holz seiner Äste und dem Stamm. Diese botanische Besonderheit bezeichnet man als Kauliflorie (Stammblütigkeit). Erst nach der Blüte sprießen dann die großen, herzförmigen Blätter, die oft bis zum Frühjahr hängen bleiben. Im Herbst färbt sich das Laub in den schönsten Farben - farblich erinnert es an das Farbspiel von wildem Wein.

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Der Judasbaum bevorzugt einen sonnigen, warmen und vor starken Winden geschützten Standort

Hier fühlt sich der Judasbaum wohl

Der Judasbaum bevorzugt einen sonnigen (bis halbschattigen), warmen und vor starken Winden geschützten Standort. Er hat nach dem Anwachsen einen nur mäßigen Wasserbedarf und verträgt Trockenheit, dafür aber keine stauende Nässe im Wurzelbereich.

Der Gartenboden sollte gut durchlässig, idealerweise immer leicht feucht, kalkhaltig und mäßig nährstoffreich sein.

Pflegetipps für Judasbäume

Ein ausgewogener Volldünger versorgt den Baum im Frühjahr mit allen wichtigen Nährstoffen.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig und sollte nur in dringenden Fällen erfolgen. Regelmäßig entfernt wird lediglich krankes oder totes Holz. Und das am besten im Sommer, denn Schnittmaßnahmen im Winter verträgt der Judasbaum nur schlecht.

Ausgepflanzt sind Judasbäume vollkommen winterhart. Lediglich bei jungen Bäumen empfiehlt sich – insbesondere in kalten Regionen – in den ersten Jahren unbedingt ein Winterschutz. Der Amerikanische oder auch Kanadische Judasbaum (Cercis canadensis) wird dabei als frostfester eingestuft als der Mediterrane Judasbaum (Cercis siliquastrum).

Besonderheiten zu hängenden Sorten

Der Judasbaum Ruby Falls zeichnet sich durch seine bogig überhängenden Triebe aus. Der Stamm ist bei jungen Pflanzen noch nicht so deutlich ausgeprägt. Er entwickelt sich erst mit der Zeit und muss – sofern eine Stammbildung gewünscht ist – aufgebunden werden.

Dazu wählt man den obersten Trieb als Leittrieb aus und bindet diesen an einem Bambusstab hoch. Die unteren Seitentriebe werden entfernt. Aus dem aufgebundenen Leittrieb entwickelt sich dann der Stamm. Die Stammhöhe ist variabel und wird durch die Höhe des Leitstabes bestimmt. Wo der Stab endet, wächst der Stamm nicht weiter. Die überhängenden Seitentriebe kann man durch einen Formschnitt etwas einkürzen oder – wenn gewünscht – im unteren Bereich auch ganz entfernen.

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