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15 wichtige Fragen und Antworten zum Thema Garten

Stimmen aus dem Garten

Auch wenn man sich noch so gut auskennt im Garten – es gibt immer neue Fragen. Oder zumindest solche, die man sich bisher noch nicht gestellt hat. Einige der Fragen, die unsere Gartenexperten immer wieder erreichen, haben wir hier für Sie mit den Antworten zusammengetragen.

1. Muss ich auf Pflanzen verzichten, wenn der Boden zu sandig oder tonhaltig ist?

Sandiger Boden kann Wasser nur schlecht speichern und die Pflanzen haben keine Chance, es aufzunehmen bevor es versickert. Verbessert werden kann dieser Boden mit Kompost oder dem Bodenverbesserer Bentonit. Schwere Böden und Tonerden binden das Wasser dagegen zwar extrem gut, es ist allerdings zu wenig Sauerstoff im Boden. Hier hilft das Einarbeiten von Sand.

2. Lohnt sich eine Regentonne auch für kleine Gärten?

Regenwasser ist immer noch das Beste für unsere Pflanzen. Und dazu noch kostenlos. Vor allem Rhododendren sowie Hortensien lieben leicht abgestandenes Regenwasser. Deshalb lohnt es sich auch bei kleineren Garagen- oder Gartenhausdächern immer, eine Regentonne an das Regenfallrohr anzuschließen.

3. Lüften im Frühbeet oder Gewächshaus – wie oft?

Grundsätzlich kann man sagen – besser zu viel als zu wenig! Ein Frühbeet oder Gewächshaus, das für den Gemüseanbau genutzt wird, muss regelmäßig gelüftet werden. Höhere Luftfeuchtigkeit ist oftmals schuld an Pilzkrankheiten und an heißen Sommertagen wird es oft zu warm. Vor allem Auberginen sowie Gurken und Melonen machen dann schnell schlapp. Daher am besten bei längerer Abwesenheit die Fenster leicht geöffnet lassen.

4. Wann ist die beste Pflanzzeit, für Stauden und Gehölze?

Besonders leicht machen es uns Stauden und Gehölze im Topf. Denn diese können das ganze Jahr über gut gepflanzt werden. Hier ist der Frost die einzige Beschränkung, denn er lässt keine Erdarbeiten zu und eine Wasseraufnahme durch die Pflanze würde verhindert.
Anders sieht es bei wurzelnackten Pflanzen aus, z.B. Rosen. Diese können nur zu den traditionellen Pflanzzeiten gesetzt werden, d.h. im Frühjahr von Februar bis April bzw. im Herbst von Oktober bis Dezember. Bei ihnen liegen – wie der Name schon sagt – die Wurzeln frei und deshalb sind sie besonders empfindlich.

5. Warum schneidet man manche Stauden gleich nach der Blüte und andere erst im Frühjahr zurück?

Rittersporn, Phlox, Katzenminze und Steppen-Salbei blühen zwei mal. Hierfür muss jedoch der erste verblühte Flor rechtzeitig herausgeschnitten werden. Andere Stauden zeigen ihre Blüten eher in Etappen, z.B. Sonnenhut und Sonnenbraut. Hier schneidet man die verblühten Stiele heraus, um die Blütezeit zu verlängern. Die meisten Stauden schneidet man aber gleich noch im Spätherbst oder aber vor dem Neuaustrieb im Frühjahr. So sehen sie auch im Winter schön aus.

6. Wie und wann werden Stauden vermehrt?

Viele Stauden vermehrt man am besten durch Teilen nach der Blüte. Vor allem ältere Pflanzen erleben das Teilen als echte Verjüngungskur und wachsen danach wieder kräftiger. Einfach den Wurzelballen vorsichtig ausstechen und mit den Händen oder einem Messer teilen. Größere Exemplare am besten mit einem Spaten. Dann wieder einsetzen und gut angießen. Das war’s auch schon!

7. Welche Pflanzen sind für den schattigen Wurzelbereich unter Bäumen geeignet?

Vor allem niedrige und teppichartige Schattenpflanzen fühlen sich hier wohl. Dazu gehören z.B. Waldsteinie, Akelei, Wald-Anemone, Funkie und Pracht-Storchschnabel. Auch Efeu oder Ysander kommen hier gut klar.

8. Welche Gemüse können auf dem Beet überwintern und welche brauchen Frostschutz?

Gute Grünkohlsorten wie Reflex F1 kommen ohne Winterschutz klar. Auch der Winter-Poree Pluston F1 hält bis Winterende durch. Hier gilt, wie auch für Rosenkohl, Pastinaken oder Feldsalat: Wechseln frostkalte Nächte und milde Tagestemperaturen häufig, dann leidet die Qualität. Dagegen hilft jedoch eine leichte Mulchdecke aus Laub oder Stroh.

9. Wie blühen Hortensien Jahr für Jahr üppig?

Gibt man ihnen genügend Wasser und Nährstoffe, sind Hortensien pflegeleichte Sträucher. Oft werden aber Gartenhortensien zu stark eingekürzt und dadurch blühen sie erst wieder nach einem Jahr. Im Frühjahr sollte man nur die verwelkten Blütenstände entfernen und die Zweige vor dem ersten gut entwickelten Knospenpaar schneiden. Dies gilt auch für Eichenblatt-, Samt- und Teller-Hortensie. Schneeball- sowie Rispen-Hortensie werden im Spätwinter radikal gekürzt. Zum Erhalt der blauen Farbe bei Bauernhortensien empfehlen sich saure Rhododendronerde und aluminiumhaltige Dünger.

10. Was kann man (natürlich) gegen Blattläuse tun?

Wenn es trocken und warm draußen ist, treten sie oft schon im Frühling auf. Gut wirksam sind nützlingsschonende und nicht bienengefährliche Mittel auf Basis von Kaliseife.

11. Was hilft gegen Rasenunkräuter?

Der beste Schutz des Rasens gegen Unkräuter ist eine dichte Grasnarbe. D.h bei guter Nährstoff-, Licht- und Wasserversorgung schützt sich der Rasen quasi selbst. Je schlechter die Bedingungen, desto anfälliger ist der Rasen. Moos z.B. tritt oft an schattigen und feuchten Stellen auf, Weißklee eher dort, wo der Boden trocken ist. Mähen Sie den Rasen regelmäßig, mindestens ein mal wöchentlich. Eine Gabe Rasen-Langzeitdünger im Frühjahr versorgt das Gras mit den notwendigen Nährstoffen. Bei Löwenzahn muss dann auch schon mal der Unkrautstecher ran. Auch beim Vertikutieren werden Unkräuter gleich mitentfernt (z.B. Weißklee). Erst wenn die Unkräuter überhandnehmen, sollte man auf Unkrautvernichter zurückgreifen.

12. Wie kann man einem Befall mit Gemüseschädlingen vorbeugen?

Ein wirksamer Schutz gegen Gemüseschädlinge sind feinmaschige Kulturschutznetze bzw. dünne Kunststoffvliese. Sie halten Gemüsefliegen, Blattläuse und Raupen von den Beeten fern. Hierfür muss die Beetabdeckung direkt nach der Aussaat bzw. Pflanzung aufgelegt werden.

13. Brauchen Stauden und Sträucher im Herbst noch eine Düngergabe?

Generell sollte man ab September nicht mehr düngen. Die Pflanzen stellen sich bereits auf den Winter ein und eine zu späte Düngung bringt sie nur durcheinander: Sie bilden nochmal Triebe und Knospen – diese würden in der kurzen Zeit bis zur kalten Jahreszeit aber nicht mehr ausreifen und erfrieren.

14. Welche Vorteile bietet ein Hochbeet und wann lohnt die Anschaffung?

Kein lästiges Bücken, hohe Erträge auf kleiner Fläche und ein längerer Anbauzeitraum – das sind die Vorteile eines Hochbeets. Der beste Zeitpunkt für den Aufbau ist der Herbst. Dann haben sich bis zum Frühjahr alle Beetschichten abgesetzt. Hochbeete gibt es aus vielen Materialien, z.B. auch Holz und Metall und fast allen Größen. So lohnt sich auch bei weniger Platz der Aufbau und Sie können Gurken, Paprika, Kräuter oder auch Salat anbauen.

15. Was ist beim Pflanzen von Hecken zu beachten?

Zuerst ist der Standort wichtig, z.B. für schattige Orte Kirschlorbeer oder Ilex und Thuja oder auch Scheinzypresse für die Sonne. Dann ermitteln Sie, wie viel Stück Sie brauchen – von den meisten Heckenpflanzen reichen 3 bis 4 pro Meter, bei niedrigen Buchsbaumhecken rechnen Sie bis zu 8 Pflanzen pro Meter.
Wurzelnackte Pflanzen werden am besten im Frühjahr oder Herbst gesetzt, Pflanzen mit Erdballen können auch im Frühjahr in die Erde. Containerpflanzen pflanzt man bei ausreichender Wässerung sogar im Sommer. Wichtig ist die Bodenvorbereitung wie Lockern und Düngen. Eine gerade Hecke erhalten Sie, wenn Sie eine Schnur ziehen, an der Sie die Pflanzen auslegen. Legen Sie am besten einen Pflanzgraben entlang der Schnur an. Nach dem Pflanzen für guten Bodenschluss sorgen und gut wässern.

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