Woher stammen die pockenartigen Aufwölbungen auf den Weinblättern?
Diese werden durch die Saugtätigkeit der Rebenpockenmilbe verursacht. Sie wird auch Blattgallmilbe oder Rebenblattfilzmilbe genannt. Die letztgenannte Bezeichnung ist auf die Filzbildung zurückzuführen, die auf dem vertieften Teil der Blattunterseite zu beobachten ist. Später verbräunen die Befallsherde.
Die Gallmilben überwintern an oder in den Blattknospen der Weinrebe. Die Eier werden im Frühjahr an die austreibenden Blätter abgelegt, und es kann mehrere Generationen pro Vegetationsperiode geben. Das Schadbild wird oft mit dem Falschen Mehltau verwechselt, doch typisches Zeichen sind die Aufwölbungen.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Ist der Befall nicht so stark, reicht es meist, die befallenen Blätter zu entfernen.
- Spezielle Pflanzenschutzmittel für die Bekämpfung der Rebenpockenmilbe im Haus- und Kleingarten sind zur Zeit keine zugelassen. Nutzen kann man jedoch die Nebenwirkung eines rapsölhaltigen Mittels wie Promanal (Art. 250 109), das gegen Überwinterungsstadien von Schadinsekten (z.B. Wintereier von Spinnmilben) zum Zeitpunkt des Knospenschwellens bis zum Knospenaufbruch ausgebracht wird. Rapsöl erfasst die Gallmilben, wenn sie ihre Winterverstecke verlassen.
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