Wieso sind die Früchte unter der Schale fleckig?
Die Ursache der Stippigkeit bei Äpfeln ist auf einen Kalziummangel der Früchte zurückzuführen. Die Stippigkeit kann - wenn auch weniger häufig - auch bei Birnen auftreten. Da sie nicht in jedem Jahr gleich stark ist, wird vermutet, dass auch der Wasserhaushalt des Bodens eine bedeutende Rolle spielt. Dazu kommt, dass manche Sorten anfälliger sind als andere.
Die Symptome verstärken sich bei der Lagerung, weshalb die Stippigkeit oft erst einige Zeit nach der Ernte bemerkt wird. Stippige Äpfel können bedenkenlos verzehrt werden, allerdings ist das Fruchtfleisch oft bitter. Deshalb sollten sie so schnell wie möglich verwertet und nicht gelagert werden. Man kann z.B. Apfelmus einkochen.
Eine direkte Bekämpfungsmöglichkeit der Stippigkeit gibt es nicht. Man kann lediglich vorbeugende Maßnahmen ergreifen:
- Der Boden sollte nicht austrocknen, denn ein gleichmäßiger Wasserhaushalt beugt einer Störung der Nährstoffversorgung vor. Diesen Effekt kann man auch durch eine Mulchdecke im Bereich der Kronentraufe erreichen. Als Mulchmaterial eignen sich verrotteter Kompost, Grasschnitt, Rindenmulch oder ähnliches.
- Jede einseitige (z.B. eine stickstoffbetonte) und späte Düngung muss vermieden werden. Auch ein Zuviel an Grün- oder Stalldung könnte schädlich wirken. Für eine ausgewogene Ernährung sorgt Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313). Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322) und Kompost verbessern das Bodenleben und den Wasserhaushalt.
- Bodenproben in Abständen von 3 bis 4 Jahren sind sehr zu empfehlen, besonders im Hinblick auf eine eventuell notwendige Kalkung des Bodens. Der pH-Wert des Bodens sollte bei 6,5-7 liegen.
- Ganz wichtig ist es, die Früchte erst dann zu ernten, wenn sie voll ausgereift sind.
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