Wie kann ich Madenbefall in Kirschen verhindern?
Bei Maden in Kirschen handelt es sich um die Larven der Kirschfruchtfliege. Mittel- und spätreifende Süßkirschen sind besonders anfällig gegen diese Schädlinge. Frühe Kirschsorten sind zur Zeit der Eiablage meistens schon zu reif, auch werden Sauerkirschen seltener befallen. Ab etwa Mitte Mai erscheint die schwarze Fliege mit einem gelben Schildchen auf dem Rücken, die unserer Stubenfliege ähnelt. Der Befall ist stark witterungsabhängig, ein warmer Juni/Juli fördert den Befall.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Gelbtafeln (Art. 261 154, Art. 261 155): Sobald sich die Kirschen gelb färben, empfiehlt es sich - insbesondere im Kronenbereich - Gelbtafeln aufzuhängen. Diese fangen einen großen Teil der Fliegen ab.
- Kirschmadenfalle (Art. 250 206): Ebenfalls ohne Chemie kommt die Kirschmadenfalle von Neudorff aus. Die Kirschfliegen werden von der Falle abgefangen und können somit keine Eier an den Kirschen ablegen. Die Falle ist fertig beleimt und wird einfach in den Baum gehängt, sobald die Kirschen beginnen, gelb zu werden. Sie wirkt allein durch den Farbton und die Lichttransparenz und zieht dadurch die Fliegen an. Empfohlen werden 2 Fallen pro m Baumhöhe.
- Kleinkronige Bäume kann man mit noch gut mit engmaschigen Insektenschutznetzen (Art 290 107) schützen.
- Alle abgefallenen Früchte einsammeln und die Bäume vollständig leer pflücken.
- Das Schlüpfen der Fliegen im warmen Boden verzögern, z.B. durch Mulchen.
- Schneebeeren und Hecken-/Wildkirschen sind Wirtspflanzen der Kirschfruchtfliege, daher sind diese Sträucher evtl. zu behandeln oder gänzlich zu entfernen.
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