Wie beuge ich der Leder- und Rhizomfäule an Erdbeeren vor?
Wenn Erdbeeren verblassen, sich braun verfärben und hart werden, sind dies typische Symptome der Lederfäule. Reife Beeren sind milchig-weiß und bitter. Werden die Blattstiele mit infiziert, welken die Herzblätter und später auch die älteren Blätter. Auch Wurzeln und Ausläufer können befallen werden. Die Wurzeln werden dann braun und trocken, sie bilden keine Seitenwurzeln mehr. Erreger der Lederfäule ist der Pilz Phytophtora cactorum. Er tritt vor allem bei schwankender Witterung auf, oft zusammen mit der Graufäule (Botrytis). Jungpflanzen sind besonders gefährdet, wenn sie bei ungünstigen Wetterverhältnissen verpflanzt werden.
Vorbeugend sollte ein schwerer, undurchlässiger Boden vermieden werden. Stroh als Unterlage ist günstig, ebenso das Stäuben von Gesteinsmehl (Art. 270 322). Eine vorbeugende Behandlung mit Pflanzenstärkungsmitteln wie Neudorff Schachtelhalm Extrakt (Art. 270 225) erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Bereits befallene Früchte und Pflanzen sollten vernichtet und nicht auf dem Kompost entsorgt werden. In den folgenden drei Jahren haben Erdbeeren auf dieser Fläche nichts mehr zu suchen.
Wenn Erdbeer-Pflanzen im Frühjahr eingehen, kann dies auch auf einen Befall mit Nematoden zurückzuführen sein. Nach dem Abräumen der Fläche können Sie zur Gesundung des Bodens Tagetes aussäen (Bodenkur Tagetes-Mischung, Art. 028 102).
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