Wie beuge ich der Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln vor?
Verantwortlich für die Kraut- und Knollenfäule ist ein Befall mit dem Pilz Phytophthora infestans. Der Erreger befällt auch Tomaten, Auberginen und Paprika.
Die Blätter rollen sich, es entstehen vom Rand her graugrüne, dann braune Flecken an Blättern und Stängeln. Auf der Blattunterseite entsteht ein weißlicher Schimmelrasen. Bei feuchtwarmer Witterung erfolgt vor allem ab Juni/Juli eine schnelle Verbreitung des Erregers. Die Infektion erfolgt auch durch krankes Saatgut und Ernterückstände oder durch Berührung mit krankem Laub. Die Sporen verbreiten sich durch Wind, Wassertropfen und teilweise Blattläuse. An den Knollen entstehen bleigraue, eingesunkene Stellen. Das Fleisch darunter wird rötlich-braun. Im Lager werden die Knollen faul, innen braun, außen grau, die Schale ist eingedellt.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Standort: Kartoffeln sollten in windoffenen Lagen angebaut werden, damit die Pflanzen schnell abtrocknen können. Tipp: Reihen in West/Ost-Richtung anlegen.
- Vorkeimen ist günstig, da es ein besseres Auflaufen und eine zügige Jugendentwicklung der Pflanzen fördert.
- Knollen vor der Pflanzung 15 Minuten in Schachtelhalmbrühe (Art. 270 005) tauchen.
- Sortenwahl: Weniger anfällige, resistente Sorten anbauen.
- Zwischenräume mulchen, um Blätter vor Erdkontakt und Regenspritzer zu schützen.
- Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden, da sie die Pflanzen weicher und damit anfälliger für einen Pilzbefall macht.
- Mehrmals mit Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322) stäuben
- Fruchtfolge: Anbaupause von 3 Jahren einhalten
- Da der Erreger in den Knollen überwintert, sollten diese nach der Ernte vollständig aus dem Boden entfernt werden.
- Bei Infektionsgefahr ein geeignetes Fungizid einsetzen, z.B. Atempo Kupfer-Pilzfrei (Art. 250 412).
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