Läuse können je nach Jahreszeit und Witterung äußerst lästig werden. Bei Kräutern, die man später verzehren möchte, ist dies besonders unangenehm.
Vorbeugung und Bekämpfung:
Eine gute Vorbeugung ist es, nicht zu stickstoffbetont zu düngen. Dann werden die Triebe weich und anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Empfehlenswert ist eine Düngung mit Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322).
Auch stark duftende Pflanzen wie Lavendel oder Minze können Blattläuse vertreiben. Mit Pflanzenbrühen oder -jauchen lassen sich diese Schädlinge auf unbedenkliche Art vertreiben. Für eine wirksame Brennnesselbrühe braucht man möglichst junge Brennnesseln, die an einem sonnigen Platz wachsen. Auf 10 l Wasser gibt man ca. 1 kg frische Brennnesseln. Die Pflanzen bleiben etwa 12 - 14 Stunden im Wasser. Dann wird die Brühe abgesiebt und man kann sie sofort verwenden. Es empfiehlt sich, sie möglichst frisch, auf jeden Fall aber unverdünnt, zu versprühen. Für Brennnesseljauche lässt man das Kraut mehrere Tage in der Sonne gären, und rührt das Ganze einmal täglich um. Die Jauche entwickelt allerdings einen unangenehmen Geruch. Eine Beigabe von Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322) kann den Geruch etwas binden.Auch selbst gemachtes "Knoblauchwasser" (1 Liter Wasser kochen, 2 Zehen Knoblauch hineinpressen, über Nacht ziehen lassen) zeigt eine gute Wirkung. Neudosan Neu Blattlausfrei (Art. 250 193) und Neudosan AF Neu Blattlausfrei (Art. 250 194, anwendungsfertige Sprühflasche) sind nützlingsschonende Mittel, die auch für den ökologischen Landbau zugelassen sind. Manchmal hilft nur noch ein Rückschnitt der befallen Triebe.