Wie bekämpfe ich Quecken im Rasen?
Quecken sind Gräser, die sich in einem gepflegten Rasen normalerweise nicht auf Dauer ansiedeln. Da sie nicht schnittverträglich sind, verschwinden sie durch regelmäßiges Mähen in der Regel. Relativ weit verbreitet in Rasenflächen ist die Hirse. Hirsearten entwickeln sich insbesondere in Neuansaaten und lückigen Rasenflächen ab einer Bodentemperatur von 20-22 °C. Alle Hirsearten sind einjährige Gräser, die im Herbst absterben. Doch überdauern ihre zahlreich gebildeten Samen oft lange Zeit im Boden. Hirse sollte noch vor der Blüte bekämpft werden. Da Rasen-Unkrautvernichter die Rasengräser schonen sollen, wirken sie nur gegen zweikeimblättrige Pflanzen. Quecken oder Hirsen werden deshalb verschont. Zur Zeit gibt es für den Hausgartenbereich kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen Quecken und Hirse in Rasenflächen.
Die beste Vorbeugung ist ein gesunder, dichter Rasen. Zunächst sollte der Rasen stark gedüngt werden (z.B. mit Gärtner Pötschkes Rasendünger mit Langzeitwirkung (Art. 270 385). Dadurch richtet sich die eher flach wachsende Hirse auf und kann mit einem anschließenden tiefen Schnitt abgemäht werden. Im Frühsommer ist flaches Vertikutieren, ohne dass der Boden berührt wird, sinnvoll. Durch das Vertikutieren werden die Hirsestängel angehoben und können anschließend mit dem niedrig eingestellten Messer besser erfasst werden. Die Grasnarbe sollte mit regelmäßiger Nachsaat (z.B. mit der Rasen-Mischung zur Nachsaat, Art. 055 125 für 25 qm; Art. 055 126 für 50 qm) und höheren Düngergaben möglichst dicht gehalten werden.
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