Wie bekämpfe ich Mehltau an Rosen?
Der Echte Mehltau ist ein "Schönwetterpilz", der sich vor allem bei trocken-warmer Witterung rasch ausbreitet. Der Rosenmehltau (Sphaerotheca pannosa) befällt vor allem die neuen Triebe und Blätter, die bei anhaltender Trockenheit nicht voll ausreifen können, geschwächt werden und den Pilzsporen wenig Widerstand entgegensetzen. Die Pilzsporen verbreiten sich über den Wind und benötigen zum Auskeimen für einige Stunden eine feuchte Oberfläche, wozu die nächtliche Taubildung meist schon ausreicht. Damit sie rasch abtrocknen können, sollte Rosen nicht zu dicht gepflanzt werden und vor allem nicht von oben bewässert werden.
Die beste Vorbeugung gegen Echten Mehltau ist zum einen ein feuchter, nährstoffreicher Boden in sonniger Lage. Da humose Böden Feuchtigkeit gut speichern, sollte schon beim Pflanzen reifer (zwei Jahre alter) Kompost oder gute Pflanzerde spatentief eingearbeitet werden. Bei Trockenheit sollte man besonders junge Rosen, die noch nicht gut eingewurzelt sind, häufiger durchdringend wässern. Damit der Boden die Feuchtigkeit gut hält, sollte er gemulcht werden. Bewährt hat sich dafür weniger Rindenmulch, sondern grober, gut abgelagerter Kompost. Damit ist gleichzeitig eine langsame Nährstoffversorgung gesichert. Mineraldünger, vor allem stickstoffreicher Dünger, führt zu langen, weichen Trieben und erhöht die Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten wie Echtem Mehltau.
Pflanzenstärkungsmittel wie Ackerschachtelhalm (Art. 270 005), Naturen Pilzspritzmittel (Art. 270 002) auf Braunalgen-Basis oder Vitanal( Professional für Rosen (Art. 270 520) sorgen für eine bessere Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Bei jährlich neu auftretendem Befall empfiehlt sich eine frühzeitige Ausbringung (am besten kurz vor der Knospenbildung) von Rosen-Pilzfrei Saprol (z.B. Art. 250 018, 100 ml; Art. 250 021, 250 ml) oder Duaxo Universal Pilz-frei (Art. 250 030, 75 ml; Art. 250 031, 150 ml). Eine Bekämpfung ist bei einem stärkeren Befall kaum noch möglich. Es empfiehlt sich, kranke Triebspitzen leicht zurückzuschneiden. Wichtig ist, sämtliche befallenen und am Boden liegenden Blätter einzusammeln und in der Mülltonne zu entsorgen.
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