Welche Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es gegen die Weiße Fliege an Kohl?
Die Weiße Fliege oder Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella) mit den weiß bepuderten Flügeln ist nur 1-2 mm groß. Die Tiere befinden sich meist auf der Unterseite der obersten Blätter, wo sie auch ihre Eier ablegen. Sie saugen an den Blättern, die dann oft mit Rußtaupilz befallen werden. Von den Kohlgewächsen werden hauptsächlich Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Weißkohl befallen. Die gelblich-grünen Larven, Eier und weiblichen Kohlmottenschildläuse überwintern an den Kohlpflanzen.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Kräftige, ausreichend ernährte Pflanzen zeigen eine gute Widerstandskraft. Beste Voraussetzung ist eine ausgewogene, kaliumreiche Düngung, wie sie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Kohlgemüse (Art. 270 355) ermöglicht. Dieser Dünger reguliert gleichzeitig den pH-Wert des Bodens.
- Bestäuben mit Gesteinsmehl (Art. 270 322) oder Algenkalk wehrt einen Befall ab.
- Das Gleiche gilt für zwischen die Kultur gepflanzte Tagetes (z.B. Bodenkur Tagetes, Art. 028 102).
- Gelbtafeln (Art. 261 052) im Bestand fangen einen großen Teil der Fliegen ab.
- Um eine Überwinterung der Kohlmottenschildlaus an Pflanzenresten zu verhindern, sollten diese vernichtet werden.
- Mehrmaliges Spritzen mit Rainfarntee. Dazu werden 30 g getrocknete Blüten mit 1 Liter Wasser übergossen. Abkühlen lassen, dann absieben und unverdünnt sprühen. Am wirksamsten ist das Spritzen morgens.
- Schädlingsfrei Naturen Obst & Gemüse (Art. 250 190) auf Rapsölbasis wirkt gegen die Weiße Fliege und erfasst auch die Eier mit.
- Die Überwinterung erfolgt bevorzugt an Grün- und Rosenkohl. Daher sind die Kohlstrünke sofort nach der Ernte zu entfernen.
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