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Was unternehme ich gegen die Kraut- und Braunfäule bei Tomaten?

Die Krankheit äußert sich in graugrünen, braun werdenden Flecken auf der Blattoberseite. Auf den Unterseiten der Blätter bildet sich ein grauweißer Schimmelrasen. Die Blätter vertrocknen. Auf den Früchten bilden sich braune, eingesunkene Flecken. Darunter ist das Fruchtfleisch verhärtet und wird schließlich braun und faul.
Eine Übertragung der Krankheit erfolgt über Gartengeräte, Stäbe, Kompost, Pflanzenreste oder Wind. Da der Erreger an Pflanzenrückständen überwintert, müssen diese beseitigt werden. Die Sporen können jahrelang im Boden überdauern. Daher ist es sinnvoll nach einem Befall den Standort der Tomaten zu wechseln.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Im Gewächshaus ausreichend lüften, da hohe Luftfeuchte und Taubildung den Befall fördern.
    * Beim Gießen darauf achten, dass kein Spritzwasser auf die Pflanzen trifft. Die Pilzsporen können nur auskeimen und in die Pflanze eindringen, wenn sie feucht ist.
  • Damit die Pflanzen gut abtrocknen können, am besten eintriebig ziehen, sofort ausgeizen und die unteren Blätter bis zu 40 cm Höhe entfernen.
  • Mit Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322) stäuben und die Pflanzen mulchen.
  • Sortenwahl: Tolerante Sorten halten einem hohen Infektionsdruck länger stand. Auch kleinfrüchtige Sorten sind meist weniger anfällig, werden aber unter ungünstigen Bedingungen (hohe Luftfeuchte, Temperaturen von 13-18 °C) auch befallen.
  • Gesteinsmehl (Art. 270 322) fördert die Bodenfruchtbarkeit und trägt somit zur Stärkung der Pflanzen bei. Ebenso empfehlenswert ist eine Gründüngung, z.B. mit der Bodenkur Grünmix (Art. 028 122) oder der Bodenkur Blaue Lupine (Art. 028 121).
  • Befallene Blätter und Früchte sofort abschneiden und vernichten (nicht auf den Kompost geben).
  • Eine vorbeugende und begleitende Behandlung mit Pflanzenstärkungsmitteln wie Ackerschachtelhalm (Art. 270 005) oder Naturen Pilzspritzmittel (Art. 270 002) erhöht die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und beugt diesen vor. Bei geringen Schäden können sich die Pflanzen sogar erholen und die Infektionsstellen werden von gesundem Gewebe überwachsen.
  • Kalireiche Dünger (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Tomaten, Art. 270 216, oder Tomatendünger flüssig, Art. 270 214) erhöhen ebenso die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten.
  • Bei Infektionsgefahr bzw. Befallsbeginn empfehlen sich Spritzungen mit Atempo Kupfer-Pilzfrei (Art. 250 412), Cueva AF Tomaten-Pilzfrei (Art. 250 036) in der anwendungsfertigen Sprühflasche oder Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei (Art. 250 409).

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