Was tun gegen Mehltau an Gurken?
Falscher Mehltau an Gurken tritt meist ab Mitte Juli auf und kann innerhalb weniger Tage zum Absterben der Pflanzen führen. Auf der Blattoberseite erscheinen erst gelbe, später braune, eckige Flecken, die durch die Blattadern begrenzt werden. Das Blatt stirbt meist vom Rand her ab. Das Auftreten von Falschem Mehltau wird durch langanhaltende Feuchtigkeit und besonders durch starke Taubildung in den Nächten begünstigt.
Echter Mehltau bildet einen weißen, mehligen Pilzrasen auf der Blattoberfläche, der sich mit dem Finger abwischen lässt. Er tritt verstärkt in Phasen mit schönem, trockenen Spätsommer- und Herbstwetter auf, weswegen er auch als "Schönwetterpilz" bezeichnet wird. Echter Mehltau benötigt zur Keimung kein Wasser wie z.B. der Falsche Mehltau. Die Sporen werden durch Luftbewegung verbreitet. Ein Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit fördert die Loslösung der Sporen.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Ausgewogen düngen. Eine stickstoffbetonte Düngung führt zu weichem Pflanzengewebe, was wiederum die Anfälligkeit der Pflanze für Pilzkrankheiten erhöht.
- Hohe Luftfeuchtigkeit und längere Blattfeuchte vermeiden, also mäßig gießen (am besten vormittags und nur von unten), im Gewächshaus gut lüften und nicht zu dicht pflanzen.
- Unkräuter beseitigen, da viele von Echtem Mehltau befallen werden und die Krankheit verbreiten.
- Pflanzenstärkungsmittel wie Neudorff Schachtelhalm Extrakt (Art. 270 225) sorgen für eine bessere Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen
- Bei Befallsgefahr hemmt der rechtzeitige Einsatz von Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei (Art. 250 409) eine Ausbreitung von Echtem und Falschem Mehltau im Gewächshaus wie im Freiland. Duaxo Universal Pilz-frei (Art. 250 030) bekämpft erfolgreich Echten Mehltau.
- Befallene Pflanzen/-reste sollten aus dem Bestand entfernt werden (nicht auf den Kompost geben!)
Hinweis: Früchte und Blätter mit einem weißen Belag (z.B. Salat) sollten nicht verzehrt werden. Früchte, die keine Symptome zeigen, kann man noch genießen. Nach Auskunft des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer NRW ist der Echte Mehltau für den Menschen nicht gesundheitsgefährdend, da dieser keine Toxine produziert. Durch Einatmen der Sporen kann es allerdings bei allergisch reagierenden Personen zu Problemen kommen. Im Regelfall würde man nicht empfehlen, Salatblätter mit Echtem oder Falschem Mehltau zu verzehren.
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