Warum verliert der Stachelbeerstrauch seine Blätter?
Hinter diesem Schadbild steckt meist die Blattfallkrankheit. Diese Pilzkrankheit äußerst sich zunächst mit etwa 1 bis 3 mm kleinen, gelblich-braunen Flecken auf den Blättern, die oft durch die Blattrippen begrenzt sind. Später werden die Flecken dunkler, die Blätter werden insgesamt braun, rollen sich nach oben ein und fallen ab (etwa ab Juli-August). Der Befall beginnt auf den unteren Blättern. Manchmal breitet sich die Krankheit auch auf Früchte und junge Triebe aus. Die Früchte fallen dann ab oder trocknen ein. Oft werden danach Nottriebe gebildet. Feuchtes Wetter begünstigt den Befall, besonders in den Monaten Mai bis Juli.
Die Blattfallkrankheit kann auch an Johannisbeeren auftreten; seltener befällt sie Schwarze Johannisbeeren und Jostabeeren.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Die Sträucher so sonnig wie möglich pflanzen und jährlich auslichten. So können feuchte Blätter gut abtrocknen.
- Der Pilz überwintert auf den Blättern und die Sporen infizieren im Frühjahr wieder neu. Deshalb jegliches Laub einsammeln und in die Mülltonne entsorgen; auch das noch an den Zweigen hängende.
- Längere Trockenzeiten vermeiden. Evtl. zusätzlich bewässern, aber keine Staunässe im Wurzelbereich aufkommen lassen.
- Wiederholte Spritzungen mit Neudorff Schachtelhalm Extrakt (Art. 270 225)von der Blüte bis zur Fruchtbildung zeigen eine gute vorbeugende Wirkung.
- Eine ausgewogene Düngung im Frühjahr, z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst (Art. 270 312), unterstützt den Austrieb.
- Mehltauresistente Sorten wie Invicta oder Rovada zeigen auch eine gute Widerstandsfähigkeit gegen die Blattfallkrankheit.
- Eine direkte Bekämpfung ist momentan nicht möglich, da für den Haus- und Kleingarten derzeit keine wirksamen Mittel zugelassen sind.
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