Warum reifen die Nüsse nicht aus bzw. fallen unreif vom Baum?
Zum einen können Walnüsse von Larven des Apfelwicklers oder einer anderen Wicklerart befallen werden. Diese fressen sich in die Früchte ein und verursachen einen vorzeitigen Fruchtfall. Erkennbar sind sie aber an verkoteten Bohrlöchern. An Kernobst kann ab Schlüpfen der ersten Larven (je nach Klima Ende Juni, die 2. Generation im August) Bayer Raupenfrei (Art. 250 407) eingesetzt werden. Zur Behandlung der Walnuss ist z.Zt. kein Pflanzenschutzmittel für den Hausgartenbereich zugelassen. Eine Winterspritzung mit rapsölhaltigen Mitteln (z.B. Promanal Austriebsspritzmittel, Art. 250 109) gegen Wintereier von Spinnmilben erfasst auch die Wickler-Raupen.
Wenn Früchte nicht ausreifen, kann auch eine andere Ursache vorliegen: Walnüsse sind einhäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten wachsen am selben Baum. Die meisten modernen Sorten sind selbstfruchtbar, die Bestäubung erfolgt über den Wind. Oftmals bleibt die Ernte aus, weil männliche und weibliche Blüten zu verschiedenen Zeiten erscheinen. Eine gute Ernte ist sicher, wenn zur Bestäubung im Umkreis von 80 m eine andere Sorte wächst. Ist kein weiterer Walnussbaum in der Nähe, kann man zur Blütezeit der weiblichen Blüten mehrere blühende Zweige mit männlichen Blüten einer anderen Sorte in den Walnussbaum hängen, die in einem Gefäß mit Wasser stehen.
Generell brauchen Walnüsse einen sonnigen, warmen Standort. Spätfröste können den Fruchtansatz und Austrieb schädigen. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich, ausreichend feucht, aber trotzdem gut durchlüftet sein.
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