Warum blühen meine Rosen nicht?
Damit sie gut gedeihen, brauchen Rosen einen sonnigen Standort und einen humosen, tiefgründigen Boden, der keine Verdichtungen aufweisen sollte. Hohe Stickstoffgaben bewirken ein übermäßiges Triebwachstum, was sich in der Regel nachteilig auf die Blütenbildung auswirkt.
Optimal ist eine Mischung aus organischer und mineralischer Düngung. Rosendünger wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Rosen (Art. 270 330) sind speziell auf die Nährstoffbedürfnisse von Rosen ausgerichtet. Man düngt in der Regel im März-April und ein weiteres Mal im Mai-Juni. Halten Sie sich jedoch an die Dosierungsanweisung, denn Rosen sollten nicht überdüngt werden.
Organische Dünger geben die Nährstoffe langsam an die Pflanze frei. Daher kann man im Herbst Kompost, abgelagerten Mist, Rindenhumus oder Hornspäne um die Pflanze herum verteilen. Mitte Mai und im August-September kann man jeweils eine halbe Hand voll Patentkali (Art. 270 321) ausbringen. Kalium festig das Pflanzengewebe, die Rosen gehen dann gestärkt in den Winter.
Nur bei älteren, eingewachsenen Rosen sollte man im zeitigen Frühjahr bei Bedarf einen mineralischen Dünger zugeben, der die Pflanze rasch mit Nährstoffen versorgt.
Wichtig ist - besonders in Trockenzeiten - nach der Düngung kräftig zu gießen, damit Wurzeln und Blätter nicht verbrennen.
Sollten neu gepflanzte Rosen ohne ersichtlichen Grund schwächeln und nur wenig blühen, kann es daran liegen, dass der Boden ermüdet ist, weil dort schon lange Zeit Rosen gestanden haben. Rosen entziehen über Jahre dem Boden einseitig Nährstoffe und Spurenelemente, die über Düngergaben nicht ausgeglichen werden können. Wurzelausscheidungen und Wurzelreste der bereits entfernten Rosen enthalten Wirkstoffe, die sich auf junge, nachfolgende Rosen wuchshemmend auswirken. Es kann auch sein, das sich wurzelsaugende Nematoden, die auf Rosengewächse spezialisiert sind, sich über die Jahre im Boden vermehrt und ausgebreitet haben. Sie schädigen vor allem die jungen Wurzeln der Neupflanzungen.
Der Boden muss daher vor einer Neupflanzung ausgetauscht werden. Es sollte eine Pflanzgrube von 50 cm x 50 cm x 50 cm ausgehoben und dann mit hochwertiger Erde, am besten noch mit Kompost, abgelagertem Stallmist oder Rindenhumus, angereichert, gefüllt werden. Ideal ist eine "rosenfreie" Zeit von 6 bis 12 Monaten.
Tagetes (Bodenkur, Art. 028 102) sind sehr gute Bodenverbesserer und reduzieren schädigende Wurzelälchen. Man sät sie im Frühjahr auf die gerodete Fläche aus und lässt die Pflanzen für mindestens einen Sommer darauf stehen.
Mykorrhiza-Bodenpilze (INOQ Mykorrhiza Vitalnahrung, Art. 270 535) verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Wurzeln, stärken die Abwehrkräfte und sorgen für ein schnelles Wachstum. Vitanal Professional für Rosen (Art. 270 530) ist ein Pflanzenstärkungsmittel, dass von Rosenzüchtern bei Bodenmüdigkeit empfohlen wird.
Tipp: Pflanzen Sie Rosen immer in Kombination mit Stauden. Falls Rosen entnommen werden müssen, können die neuen an die Plätze der Stauden rücken. Die gerodete Rosenfläche kann wieder mit Stauden bepflanzt werden.
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