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Wann ist es an der Zeit umzutopfen?

Wie oft man umtopft hängt davon ab, wie stark die Pflanze wächst. Dies ist wiederum von der Pflanzenart und den Kulturbedingungen abhängig. Der Zeitpunkt ist spätestens dann gekommen, wenn die Erde durch die Wurzeln aus dem Topf verdrängt wird oder die Wurzeln aus den Abzugslöchern oder über den Topfrand wachsen. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr. Pflanzen sollten jedoch nicht während der Blüte- oder Ruhezeit umgetopft werden.
Wird rechtzeitig umgetopft, reicht es, wenn der neue Topf ein bis zwei Nummern größer ist als der alte. Zwischen Topfballen und dem Rand des neuen Gefäßes sollten 3 bis 6 cm Platz sein. Ist der Topf wesentlich größer, stecken die Pflanzen zunächst viel Energie in das Wurzelwachstum, was in der Regel auf Kosten des Triebwachstums geht. Außerdem dauert es länger, bis die Erde durchwurzelt ist. Dadurch steigt die Gefahr von Wurzelschäden durch zu viel Nässe. Es empfiehlt sich, als Dränage eine Schicht Blähton, Kies oder Tonscherben auf den Topfboden zu geben. Dann setzt man den Wurzelballen so tief in die Erde, dass etwa 2-3 cm Abstand zum Topfrand bleibt. So fließt das Gießwasser nicht über den Topfrand hinweg und auch die oberen Wurzeln sind gut geschützt.

Welche Erde man verwendet, hängt von der Pflanzenart ab. Für die Mehrzahl der Zimmerpflanzen kann man eine handelsübliche Blumenerde verwenden. Kakteen und Sukkulente, Orchideen, Zitruspflanzen, Azaleen oder große Kübelpflanzen haben sehr unterschiedliche Ansprüche. Deshalb empfiehlt es sich, hier auf entsprechende Spezialerden zurückzugreifen. Durch die neue Erde ist die Pflanze erst einmal ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Dieser Nährstoffvorrat reicht etwa vier bis sechs Wochen. Erst dann sollte man zusätzlich düngen. Wurde die Erde beim Umtopfen mit einem Langzeitdünger (z.B. Gärtner Pötschke Düngekegel, Art. 270 378) angereichert, ist eine Nachdüngung erst nach sechs Monaten notwendig.

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