Waldheidelbeere
Die Waldheidelbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, Sibirien un der Türkei.
Standort
Der Boden muss kalkfrei (optimaler pH-Wert 4,5), humos und gut durchlüftet sein. Der Busch gedeiht am besten in sonniger bis halbschattiger Lage. Züchter empfehlen, die Hälfte des Aushubs mit saurem Humus (z. B. Torf, Walderde, verrottete Sägespäne, Holzhackschnitzel von Nadelholz o. ä.) zu vermischen und die andere unvermischte Hälfte zu entfernen. Heidelbeeren mögen keine Staunässe an den Wurzeln. Zu tiefes Pflanzen ist unbedingt zu vermeiden. Man rechnet einen Pflanzabstand von 25 x 25 cm, also 4 Pflanzen/qm.
Auch bei Lehmboden braucht man nicht auf den Anbau von Heidelbeeren zu verzichten. Es hat sich gut bewährt, hierzu ein leeres Fass oder Kübel ohne Boden einzugraben und mit dem oben beschriebenen sauren Boden zu füllen. Der Säuregrad des Bodens beeinflusst u.a. die Nähr-stoffverfügbarkeit. Er lässt sich leicht prüfen, z.B. mit dem pH-Tester (Art. 6 280 603).
Pflege
Heidelbeeren sind sehr genügsame Obstgehölze. Eine häufige Ursache für ein gutes Wachstum, aber ausbleibende Blüte ist eine stickstoffreiche Düngung. Stickstoff fördert das Triebwachstum, welches wiederum die Blütenanlage unterdrückt. Daher wird eher sparsam gedüngt, am besten im Jahr nach der Pflanzung, wenn sie angewachsen sind. Zu empfehlen sind kalk- und chloridfreie Spezialdünger, z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Heidelbeeren (Bestell-Nr. 270 310).
Ein günstiger Zeitpunkt für die Düngung ist die Vorblütezeit, wenn die stärksten Regenfälle des Frühjahrs vorbei sind und die einsetzende Frühlingswärme die Nährstoffe fließen lässt. Der Dünger wird gleichmäßig auf die Pflanzscheibe verteilt und sollte nicht direkt an die Pflanze gegeben werden. In den darauffolgenden Jahren braucht man die Düngermenge nur gering zu steigern, bei länger bestehenden dichten Pflanzungen mit bereits starkem Fruchtansatz kann man die Dosis nach Herstellerangabe erhöhen oder evtl. in zwei Gaben, im Frühjahr und nach der Ernte, aufteilen.
Zu beachten ist, dass zu stark oder zu spät gedüngte Pflanzen nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter aushärten können und dann anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen werden. Wichtig: Kalk oder frischer Stalldung sind für Heidelbeeren Gift!
Bei Sommerhitze braucht die Heidelbeere viel Wasser. Als Flachwurzler kann sie keine Feuchtigkeit aus der Tiefe ziehen. Wertvolle Feuchtigkeit bleibt im Boden erhalten, wenn man die Pflanzscheibe im Herbst mit einer 15 cm hohen Mulchschicht, d.h. mit Torf, Sägespäne, Waldhumus, Nadelstreu oder Laub, abdeckt. Gleichzeitig unterdrückt man so den Unkrautwuchs.
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