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Vitalbeere

Der Name Vitalbeere® ist in 14 Ländern Europas rechtlich geschützt. Die Vitalbeere® gehört zu der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Die sommergrüne Schlingpflanze ist in China beheimatet und wächst dort als Liane in Laub- und Mischwäldern.

Standort

Die Vitalbeere®  liebt halbschattige Lagen mit Morgensonne. Heiße Mittagssonne verträgt sie nicht gut. Der Boden sollte humos, leicht sauer, gut durchlässig und gleichmäßig feucht sein, aber keine Staunässe aufweisen. Stark kalkhaltige sowie sandige, trockene Böden mag die Pflanze nicht. Auch auf leichten, schwach humosen Sandböden entwickelt sie sich zufriedenstellend, reagiert jedoch auf diesen bei anhaltender Trockenheit schnell mit unschönen braunen Blatträndern (Nekrosen genannt). Im Kübel braucht sie ein durchlässiges, stets feuchtes Substrat. Am besten eignet sich ein Kokosfasersubstrat, dass alle zwei Jahre erneuert werden sollte. Die Schlingpflanze wird bis 3 m hoch und benötigt ein etwa 1 m breites Klettergerüst.

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Pflege

Im Frühjahr empfiehlt der Züchter eine Düngergabe (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst mit Guano, Art. 270 312). Die Vitalbeere® wird ca. 3 m hoch. Sie muss nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Zur Verjüngung kann man sie nach einigen Jahren bodennah abschneiden.

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Winterhärte

Die Vitalbeere® ist winterhart. Da sie früh austreibt, sollte sie vor Spätfrösten geschützt werden. Lagen, in denen sich Kaltluft sammelt, sollten gemieden werden. Empfehlenswert ist eine Bodenabdeckung mit Laub, Nadelstreu oder anderem organischen Material. Dies gilt ganz besonders für junge, frisch gesetzte Pflanzen. Kübelpflanzen sind besonders gut zu schützen.

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Blüte und Frucht

Im Gegensatz zur wilden Art sitzen bei dieser Selektion männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze; sie ist somit selbstfruchtend. Eine weitere Pflanze in der Nähe kann allerdings als zusätzlicher Bestäuber den Ertrag erhöhen. Blütezeit ist von Mai-Juni, Erntezeit etwa August-September. Bei der ersten Blüte kann es vorkommen, dass die Pflanze nur eine Blütenform hat. Wenige Pflanzen fruchten bereits im ersten Jahr, aber der Großteil häufig schon im zweiten Standjahr. Ein häufiger Grund, warum eine Pflanze nicht blüht bzw. Früchte ansetzt, ist ein zu hoher Stickstoffgehalt im Boden bzw. Substrat. Ein starkes Triebwachstum unterdrückt meist die Blüten- und Fruchtbildung. Auch äußere Einflüsse wie z.B. Standort, Klima (Spätfröste) oder Befruchtungsverhältnisse (bestäubende Insekten), schlechte Nährstoffversorgung, kühle Witterung oder unzureichende Wasserversorgung während der Blütezeit spielen eine wichtige Rolle.
Die Früchte schmecken süß, sauer, salzig, bitter und scharf. Man nennt die Pflanze in China, wo sie eine der wichtigsten Heil- und Gewürzpflanzen ist, daher auch Wu Wei Zi, was soviel bedeutet wie "Fünf-Aroma-Frucht".
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Rezepte

Tee aus Blättern und Stängeln: 1-2 Kaffeelöffel getrocknete und zerkleinerte Blätter und Stängel in eine Tasse geben, mit siedendem Wasser übergießen und einige Stunden stehen lassen. Den Tee mit dem säuerlichen, leicht bitteren Geschmack kann man kalt oder warm genießen und nach Geschmack mit Zucker oder Honig süßen. Bei frischen Blättern und Trieben nimmt man 3-4 Esslöffel pro Tasse.

Tee aus getrockneten Früchten: Der Tee wird wie oben beschrieben zubereitet. Man soll ihn aber mindestens 12 Stunden ziehen lassen. Die abgeseihten Früchte kann man essen, denn es bleiben viele nicht wasserlösliche Inhaltsstoffe, vor allem in den Samen, zurück.

Natursaft: Die gewaschenen Beeren (1 kg Beeren und 100 ml Wasser) werden in einer Kasserolle zerdrückt (Vorsicht, die Samen sollen ganz bleiben und nach dem Pressen ausgewaschen werden) und durch ein Seihtuch gepresst. Der erhaltene Saft wird 5 Minuten auf 90 °C erhitzt, in Flaschen gefüllt und kühl gelagert.

Sirup: In den Natursaft wird 1 kg Zucker verrührt, das ganze dann 5 Minuten auf 90 °C erhitzt; der Sirup wird in Flaschen gefüllt und gleich wieder in kaltem Wasser abgekühlt.

Ganze Früchte in Zuckerlösung: Die gewaschenen und getrockneten Beeren gibt man in Einweckgläser und übergießt sie mit einer Zuckerlösung (auf 1 kg Früchte 0,5 kg Zucker und 250 ml Wasser ). Dann bei 90 °C 8-10 Minuten pasteurisieren und gleich im Wasserbad abkühlen.

Und noch mehr: Aus den Früchten lässt sich auch Gelee oder Marmelade bereiten. Die Samen, die übrig bleiben, schmecken auch ohne Fruchtfleisch gut und haben einen nicht zu unterschätzenden Nährwert. Gezielt wird aus ihnen ein Öl destilliert, das medizinischen Zwecken dient.

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