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Typisch Erdflöhe - durchlöcherte Blätter bis zum Kahlfraß über Nacht.

Trotz ihres Namens handelt es sich bei Erdflöhen nicht um Flöhe, sondern um kleine Blattkäfer. Je nach Art sind sie dunkel bis schwarz gefärbt, gelb oder gelb gestreift und bis 3 mm groß. Man bezeichnet sie als Flöhe, weil sie speziell gestaltete Hinterbeine haben, die es ihnen ermöglichen, bei der geringsten Berührung der Blätter wie Flöhe wegzuspringen. Die Eiablage erfolgt ab Mai in das Erdreich. Im Juni erscheinen dann die ersten Käfer; danach bilden sich je nach Witterung noch weitere Generationen. Die letzte Generation wandert Ende August in den Boden oder überwintert unter dem Laub der Pflanzen. Im Frühjahr erscheinen sie bei Temperaturen ab 20 °C an der Erdoberfläche und treten häufig dort in Massen auf, wo es etwas Leckeres zu verspeisen gibt - junge Pflanzen. Trockenheit und Wärme fördern die Entwicklung des Käfers.
Die Käfer fressen Löcher in die Blätter, die Larven im Frühjahr auch an Keimblättern und Samen. Einige Larven leben auch unterirdisch und fressen dort an Pflanzenwurzeln, z.B. der Meerrettich- und Rapserdfloh. Bevorzugt befallen Erdflöhe Kreuzblütler (z.B. wild wachsende wie Hirtentäschelkraut, aber auch Kohlarten, Meerrettich, Radies, Raps usw.), gehen aber auch auf andere Pflanzen über.

Vorbeugung und Bekämpfung: 

  • Grundsätzlich sollte man für eine zügige Entwicklung sorgen, damit die Pflanzen schnell dem anfälligen Keimlings- und Jungpflanzenstadium entwachsen. Vitanal Wachstumsstarter für Sämlinge, Stecklinge und Jungpflanzen (Art. 270 533) regt die Wurzelbildung an und sorgt für ein besseres Anwachsen.
  • Den Boden feucht halten, indem man ausreichend gießt und ihn zusätzlich mulcht. Dies mögen Erdflöhe nicht.
  • Eine abwehrende Wirkung üben Spinat und Salat aus. Es empfiehlt sich, diese Kulturen im Wechsel zu säen.
  • Taunasse Pflanzen mit Algenkalk oder Gesteinsmehl (Art. 270 322) bestäuben.
  • Spezielle Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Erdflöhen stehen momentan zur Verfügung.

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