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Tropen-Garten Sortiment

Wilde oder Dreiblättrige Orange

Familie: Rautengewächse (Rutaceae)

Herkunft: Die Wilde Orange stammt ursprünglich aus China und Japan.

Eigenschaften: Der sommergrüne Baum mit den dornigen Zweigen wächst eher langsam, kann aber im Alter 3-4 m hoch werden. Im Frühling zeigen sich auf den noch nackten Zweigen zahlreiche weiße Einzelblüten. Aus ihnen bilden sich die kleinen, stark duftenden Früchte. Diese sind zunächst grün, später gelborange. Die Früchte sind nicht essbar, da sehr sauer.

Standort: Im Sommer möglichst sonnig. Während der Wachstumsphase steht die Pflanze gern warm. Wie alle Zitruspflanzen sollte auch Poncirus trifoliata vor ständiger Zugluft geschützt werden. Diese Zitruspflanze ist sehr frosthart. In besonders rauen Lagen ist allerdings ein Winterschutz empfehlenswert. Als Kübelpflanze ist dieser unbedingt erforderlich; es wird sogar eine Überwinterung in einem kühlen Raum (um 5 °C)  angeraten. Dieser kann auch dunkel sein, da die Pflanze den Winter über ihr Laub verliert. Es ist sinnvoll, Poncirus erst dann einzuräumen, wenn Temperaturen deutlich unter Null angekündigt werden. Ausgeräumt werden kann schon im zeitigen Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder öfter über dem Gefrierpunkt liegen.

Gießen: Wie alle Zitruspflanzen hat die Wilde Orange einen mäßigen Wasserbedarf. Die Wurzeln dürfen weder ständig im Wasser stehen noch darf das Substrat dauerhaft sehr nass sein, sonst zersetzen sich die feinen Haarwurzeln. Andererseits darf der Wurzelballen aber auch nicht ganz austrocknen. Das Gießwasser darf nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht.

Düngen: Zitruspflanzen müssen von März bis September gedüngt werden. Man kann sie wöchentlich flüssig düngen (z.B. mit Gärtner Pötschkes Blütenwunder Nährstoffkonzentrat, Art. 270 360) oder im Frühjahr mit einem Depotdünger versorgen, der die Nährstoffe über mehrere Monate freigibt (z.B. GP's Pflanzenfutter für Balkonblumen, Art. 270 305). Nach September sollte nicht mehr gedüngt werden, da sonst die Triebe vor dem Winter nicht mehr ausreifen.

Substrat/Boden: Zitruspflanzen bevorzugen ein schwach saures Substrat (pH-Wert 5,5-6,0). In kalkhaltige Erde sind wichtige Spurenelemente wie Eisen für die Pflanze nicht verfügbar.

Schnitt: Zitruspflanzen brauchen keine starken Schnittmaßnahmen. Nach einem Schnitt treiben die Pflanzen stark aus, was sich meist nachteilig auf die Blütenbildung auswirkt. In den ersten Jahren ist meist ein Form gebender Aufbauschnitt erforderlich. Da sich die meisten Zitruspflanzen von Natur aus gut verzweigen, sollte er allein auf einen ausgewogenen Aufbau abgezielt sein. Später reicht ein Pflegeschnitt pro Jahr zum Winterende (Februar-April, je nach Klima). Da die Früchte meist an den Jahrestrieben sitzen, sollten genügend Zweige stehen bleiben. Man kann sich auch damit beschränken, trockene, zu dicht stehende Äste und Wassertriebe auszuschneiden.

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Japanische Faserbanane

Familie: Bananengewächse (Musaceae)

Herkunft: Die Japanische Faserbanane stammt von den japanischen Ryukyu-Inseln.

Standort: Helle, sonnige, windgeschützte Standorte auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden, die nicht zur Staunässe neigen, sind Voraussetzung für ein optimales Wachstum. Grundsätzlich gedeiht die Banane in einem feucht-warmen Klima am besten. Sommertemperaturen über 30 °C und Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C fällt, bieten für die meisten Obstbananen ideale Bedingungen. M. basjoo gedeiht auch im Halbschatten und in kühleren Klimaten noch gut. Nach 4 bis 5 Jahren an einem optimalen Standort können die ersten Früchte erscheinen.

Pflege: Wenn man in den Bananenanbaugebieten Niederschlagsmengen von 2500 mm zugrunde legt, wird deutlich, wie viel Wasser Bananenpflanzen benötigen. Der Wurzbereich soll immer feucht sein, und zwar auch im Winter, wenngleich in dieser Jahreszeit erst gegossen werden sollte, wenn die Substratoberfläche abzutrocknen beginnt. Bananen vertragen aber keinerlei Staunässe, die fleischigen Wurzeln würden sofort zu faulen beginnen. Kalk im Substrat und besonders im Gießwasser vertragen Bananen auf Dauer nicht. Die Luftfeuchte sollte möglichst nicht unter 50 % absinken.
Bananen sind aufgrund ihrer großen Blattfläche sehr nährstoffbedürftige Pflanzen. Während der Wachstumszeit gibt man wöchentlich einen Flüssigdünger zu (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Bei älteren, eingewachsenen Pflanzen kann man auch alle 10 bis 14 Tage Blaukorn auflösen und dem Gießwasser zugeben.

Überwinterung: An einem warmen, geschützten Standort mit entsprechendem Winterschutz überlebt der Wurzelstock von M. basjoo unsere Winter gut. Im Frühjahr treibt die Pflanze wieder durch und erreicht in wenigen Monaten wieder ihre alte Gestalt. Es empfiehlt sich, die Pflanze vor dem Winter auf ca. 40 cm zurückzuschneiden, und zwar am besten schräg, damit das Wasser nicht hineinläuft. Den Stamm mulcht man mit Rindenmulch oder mit einer Laubschicht, die man mit Tannenreisig abdeckt. Experten machen es so: Sie bauen einen "Käfig" aus Kaninchendraht um die Pflanzung herum, mit isolierendem Styropormantel dahinter und einer Füllung aus Laub, Stroh oder Rindenmulch. Anschließend kommt eine Abdeckung aus Styropor und schwarzer Dachpappe darüber, weil sich dieses auch bei wenigen Sonnenstrahlen etwas erwärmt. In kälteren Regionen überwintert man die Pflanzen am besten in einem hellen Gewächshaus oder Wintergarten.

Vermehrung: Obstbananen kann man durch das Abtrennen von Schösslingen (sogenannten Kindeln) vermehren. Die beste Zeit dafür sind das Frühjahr und Sommer, von Ende Mai bis Anfang August. Die Kindel müssen mindestens 30 bis 40 cm groß sein und auch eigene Wurzeln haben. Die Stelle zwischen Mutterbanane und Kindel wird vorsichtig freigelegt und die dünnste Verbindung zwischen Kindel und Mutterpflanze wird abgetastet und dann durchstochen. Dann werden die Kindel mit einer kleinen Schaufel ausgegraben, die Schnittstellen mit Holzkohlepulver behandelt. Die Kindel werden dann in lockerer Blumenerde eingetopft und nach dem Anwachsen nach einer frostfreien Überwinterung im darauffolgenden Frühjahr ausgepflanzt. Sollten sich noch nicht genügend Wurzeln am Rhizom befinden, dann sind die Blätter einzukürzen, um die Anwachschancen zu verbessern und die Verdunstungsfläche zu verringern. Staunässe ist auf jedem Fall zu vermeiden. M. basjoo kann auch durch Samen vermehrt werden. Allerdings sind zur Keimung hohe Temperaturen von 25 bis
30 °C nötig. Die harte Samenschale ist mit Hilfe von grobem Sandpapier leicht aufzurauen. Oder man weicht das Saatgut vor der Aussaat einen oder zwei Tage lang in lauwarmen Wasser ein. Die Keimzeit ist bei Bananen ist relativ lang und kann einige Monate dauern.

Besondere Hinweise: Zierbananen aus der Gattung Ensete sind nahe mit der Gattung Musa verwandt. Sie unterscheiden sich voneinander dadurch, dass bei Ensete der einzelne Scheinstamm keine Ausläufer bildet. Das heißt, dass die Pflanze nach der Blüte und Fruchtbildung abstirbt. Nicht nur hinsichtlich der Fortpflanzung, sondern auch in ihrem Erscheinungsbild unterscheiden sich die Musa-Arten von Ensete. Die Arten der Gattung Musa bilden einen dünnen und schlanken Scheinstamm, während der Stamm von Ensete an der Basis stark verdickt ist.

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