Tomate
Die Tomate gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.
Standort
Tomaten benötigen einen sonnigen, warmen, geschützten Standort sowie einen lockeren, humosen, nährstoffreichen Boden. Er muss ausreichend feucht und kalkhaltig sein. Die Pflanzen wurzeln bis über 1 m tief. Deshalb sollte die Erde mindestens zwei Spaten tief gelockert werden. Tomaten können immer wieder an die gleiche Stelle gepflanzt werden, solange keine Krankheiten auftreten. Um Krankheiten wie Kraut- und Braunfäule zu verhindern, empfiehlt sich eine Überdachung der Pflanzen.
Pflanzung
Nachdem die Pflanzen langsam abgehärtet wurden, kann man sie ab Mitte Mai ins Freie pflanzen. Im Gewächshaus kann früher gepflanzt werden. Bei der Pflanzung sollte Kompost oder gut verrotteter Stallmist eingearbeitet werden. Der Pflanzabstand für Buschtomaten beträgt ca. 60 x 80 cm, für Stabtomaten 40 x 80 cm. Tomaten werden tief gepflanzt. Dadurch haben sie mehr Halt, und es wirkt sich günstig auf das Wachstum aus. Kübel sollten mindestens ein Volumen von 10 l haben.
Pflege
Obwohl Tomaten zu den Starkzehrern gehören, sollte erst nach dem Fruchtansatz stärker gedüngt werden. Ein starkes Wachstum aufgrund der Düngung würde sonst Fruchtansatz und -reife unterdrücken bzw. verzögern. Besonders Gewächshaustomaten benötigen wegen der höheren Ernte viel Dünger, jedoch wenig Stickstoff. Für eine ausgewogene Langzeit-Düngung von Tomaten empfehlen wir Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Tomaten (Art. 270 216). Zur Flüssigdüngung mit dem Gießwasser bietet sich der Tomatendünger flüssig an (Art. 270 214).
Tomaten müssen regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Gegossen wird an den Wurzelballen, die Blätter müssen trocken bleiben.
Tomaten unterscheidet man nach ihrer Wuchsform in Stab- und Buschtomaten. Stabtomaten bilden einen langen, unbegrenzt wachsenden Haupttrieb, der aufgebunden werden muss. Buschtomaten hingegen zeichnen sich durch einen buschigen, stabilen Wuchs und ein begrenztes Höhenwachstum aus. Sie müssen weder ausgegeizt noch aufgebunden werden. Stabtomaten müssen an Stäben oder Schnüren angebunden werden. Die Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, werden wöchentlich entfernt ("ausgegeizt"). Ansonsten steckt die Tomatenpflanze zu viel Kraft in die Bildung neuer Triebe, anstatt in die Fruchtentwicklung am Haupttrieb. Damit Stabtomaten nicht endlos in die Höhe wachsen, sollte man sie entspitzen. Der beste Zeitpunkt ist gekommen, wenn die Pflanze 5-6 Fruchtstände ausgebildet hat, bei Gewächshaustomaten wegen der längeren Kulturzeit können es auch 7 Fruchtstände sein.
Tomaten in Gewächshäusern müssen stets gut belüftet sein. Tomaten sind Selbstbestäuber. Für eine gute Befruchtung empfiehlt es sich, Tomaten zwei- bis dreimal die Woche zu schütteln. Der beste Zeitpunkt zum "Trillern" sind sonnige Tage zwischen 10.30 - 12.30 Uhr.
Hinweis
Wie alle Nachtschattengewächse enthält auch die Tomate in allen grünen Pflanzenteile Solanin. Deshalb sollten diese nicht verzehrt werden. Dies gilt natürlich nicht für die reifen Früchte.
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