Tipps zur Pflanzung
Grab- und Beetbepflanzung mit Blumenzwiebeln
Für Grab- und Beetbepflanzung sind niedrige Tulpen und Hyazinthen hervorragend geeignet. Zu beachten ist, dass man die Zwiebeln nicht einzeln setzt, sondern stets mindestens 5 bis 10 Zwiebeln einer Sorte in Gruppen pflanzt, um so eine gute Wirkung zu erzielen. Wer hohe Tulpensorten pflanzen möchte, der kann diese mit Vergissmeinnicht oder farblich abgestimmten Stiefmütterchensorten unterpflanzen. Tulpenzwiebeln setzt man in Abständen von ca. 10 bis 15 cm. Das ist die ganze Kunst. Bei einer gemischten Bepflanzung geben einige Trupps einfarbiger Krokusse, Traubenhyazinthen oder Scilla Gräbern und Beeten ein schönes und gepflegtes Aussehen. Wichtig ist natürlich, verblühte Blumen sofort abzuschneiden bzw. vor einer erneuten Bepflanzung die Zwiebeln mit Laub auszugraben, um sie dann an einem schattigen Ort einzuschlagen, wie ich dies oben bereits beschrieben habe.
Verschönerung von Rasenflächen mit Blumenzwiebeln
Für Rasenflächen empfehlen sich früh blühende Zwiebelblumen wie Blausternchen, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen, (Wild)Krokusse, Märzenbecher und Zwergnarzissen. Am besten gedeihen sie, wenn der Grasteppich nicht so dicht und etwas locker ist. Wie bei allen Zwiebelblumen ist es aber auch hier wichtig, dass das Laub nicht zu früh geschnitten wird, sondern erst einziehen kann. Sonst können die Zwiebeln nicht ausreichend Nährstoffe für das nächste Jahr sammeln.
Anzucht in Töpfen und Schalen
Dazu eignen sich Hyazinthen, niedrige Tulpen und Narzissen. Neue Tontöpfe oder Schalen sind eine Nacht ins Wasser zu legen. Alte Pflanzgefäße müssen vor dem Gebrauch gründlich gereinigt werden.
Um stauende Nässe zu verhindern, müssen sie ein Abflussloch haben, das mit einer Tonscherbe abgedeckt wird. Die Töpfe werden so weit mit guter Gartenerde oder Komposterde gefüllt, dass die daraufgelegten Blumenzwiebeln mit ihrer Spitze noch unter dem oberen Topfrand bleiben. Die Erde darf aber nicht schon einmal zum Treiben von Blumenzwiebeln verwendet worden sein. Die aufgelegte Zwiebel wird angedrückt und herausgenommen. In die vorgebildete Vertiefung wird Sand gefüllt und die Zwiebel erneut eingesetzt und angedrückt. Töpfe und Schalen werden bis dicht unter den oberen Rand mit Erde gefüllt und darauf kommt eine Schicht Sand.

Im Garten hebt man eine etwa 30 cm tiefe Grube aus und setzt Töpfe und Schalen dort hinein. Jetzt wird gründlich angegossen und die Grube wiederum mit Erde gefüllt. Ab Mitte Januar, nicht früher, wird die Grube geöffnet, um die Zwiebeln herauszunehmen. Die bedeckende Erde lässt sich leicht von der Oberfläche der Töpfe abheben, falls die Sandschicht nicht vergessen wurde. Beim Herausnehmen bitte Vorsicht walten lassen, denn es haben sich bestimmt schon empfindliche Triebspitzen gebildet. Anschließend werden die Töpfe in einen Raum gebracht, der eine Temperatur von 10 bis 15 °C haben soll. Man beachte jedoch, dass sie noch immer dunkel gehalten werden müssen. Nach etwa 14 Tagen kann man sie dann in einen geheizten Wohnraum bringen. Um das Wachstum im Dunkeln zu beschleunigen, wird bei Hyazinthen eine Tüte über die Triebspitzen gestülpt, die erst dann entfernt wird, wenn die Knospe beginnt, die Tüte hochzuheben. Damit wird auch ein Steckenbleiben der Blüten verhindert.
Sowohl im Keller als auch im Zimmer muss für ganz gleichmäßige Feuchtigkeit gesorgt werden. Beginnen sich erst einmal die Blüten zu entfalten, dann ist es gut, sie nachts in ein kühles Zimmer zu setzen, damit man sich recht lange am Blühen erfreuen kann. Wiederholtes Austrocknen hat zur Folge, dass die Knospen steckenbleiben. Deshalb ist bei der Treiberei von Blumenzwiebeln unbedingt darauf zu achten, dass das Erdreich immer ganz gleichmäßig feucht gehalten wird.
Von abgetriebenen, also verblühten Tulpen und Hyazinthenzwiebeln schneidet man die Blüten ab und lässt die Blätter langsam zurücktrocknen, indem nicht mehr gegossen wird. Später werden die vertrockneten Blätter sowie die Wurzeln entfernt und die Zwiebeln kühl und trocken im Keller gelagert, um sie im nächsten Herbst ins Freiland zu pflanzen. Für die Treiberei im Zimmer sind solche Zwiebeln nicht wieder geeignet.
Auch kleine Blumenzwiebeln wie Krokusse, Scilla siberica, Zwerg-Iris und Muscari können in Töpfe gepflanzt werden. Hier spricht man jedoch nicht von einer eigentlichen Treiberei. Die Zwiebeln werden dicht in Schalen nebeneinander gesetzt, kühl und feucht gehalten, bis sie vor der Entfaltung der Blüte an ihren endgültigen Standort kommen. Besonders Krokusse vertragen keine Wärme, weil sie sonst in wenigen Stunden schon verblühen.
Pflanzung in Balkonkästen oder Schalen
Blumenzwiebeln sind absolut winterhart. Doch sollte man bei dieser Pflanzung berücksichtigen, dass die geringe Erdmenge eines Pflanzgefäßes sehr rasch von allen Seiten gefriert und im kurzen Abstand wieder auftauen kann, vor allen Dingen dann, wenn Kästen oder Schalen einen sonnigen Platz haben. Dieser Vorgang wird auch den robustesten Pflanzen und Blumenzwiebeln leicht zum Verhängnis, denn der kurzfristige Wechsel zwischen Frost und Auftauen führt zu starken Spannungen im Gewebe der Zwiebeln und hat deren Absterben zur Folge. Dies kann übrigens auch mit anderen Bepflanzungen passieren. Die zweite Gefahr während der Wintermonate ist das Austrocknen. Frost entzieht dem Boden viel Feuchtigkeit und an sonnigen Plätzen verdunstet viel Wasser. Im gewachsenen Erdreich haben die Wurzeln der Zwiebeln und Gehölze immer noch eine Verbindung zum Untergrund und sind nicht so stark gefährdet wie in Pflanzgefäßen. Deshalb müssen diese bei frostfreiem Wetter regelmäßig gegossen werden. Leider wird das im Winter leicht vergessen und dieses Versäumnis kann böse Folgen haben. Bei strengen Frösten sollten wir versuchen, die Kästen und Schalen zu schützen. Am besten werden sie an eine Hauswand auf den Boden des Balkons oder der Terrasse gestellt und abgedeckt. Vor allen Dingen sollte man sie vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Dann sind im Frühjahr keine Ausfälle zu befürchten, und wir können uns ungetrübt an dem frühzeitigen Flor der Tulpen, Narzissen, Krokusse etc. erfreuen.
Ihre Bestseller des Monats
Zuletzt angesehen
Copyright © 2012 Gärtner Pötschke GmbH, 41564 Kaarst
Mit Pötschke blüht Ihr Garten auf.











