Tauben-Baum
Der Taubenbaum gehört zu der Familie der Tupelogewächse (Nyssaceae). Diese Pflanzenfamilie wird der Ordnung der Hartriegelgewächse zugeordnet.
Herkunft
Das Gehölz stammt aus den feuchten Gebirgsregionen Mittel- und Westchinas.
Eigenschaften
Zur Blütezeit im Mai-Juni bietet der Tauben-Baum einen eindrucksvollen Anblick. Um die Blütenstände herum stehen je zwei auffällige weiße, meist ungleich große, bis zu 16 cm lange Hüllblätter, die von Weitem an Taubenflügel erinnern. Sie haben die Funktion Insekten anzulocken. In China wird die Davidia auch "Auf Wiedersehen-Baum" genannt, da die Hochblätter wie an den Ästen hängende Taschentücher aussehen. Aus diesem Grund kennt man den Tauben-Baum bei uns auch als "Taschentuchbaum". Im Oktober reifen die violett-grünen oder hellbraunen, eiförmigen Steinfrüchte heran, die an Walnüsse erinnern. Der Baum wird mit den Jahren ca. 6-8 m hoch und 4-6 m breit. Er baut sich zunächst breit pyramidal auf und bildet im Alter eine rundliche, lockere Krone.
Standort
Sonnig bis halbschattig. Die Lage sollte geschützt sein, da die Hochblätter keinen starken Wind vertragen. Der Taubenbaum bevorzugt einen leicht sauren, nährstoffreichen, nicht zu trockenen, dennoch gut durchlässigen Boden.
Pflege
Der Baum muss immer gut feucht gehalten werden. Besonders die jungen Bäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Staunässe vertragen sie aber auf keinen Fall.
Die jungen Bäume sind frostempfindlich, insbesondere in rauen Lagen. Deshalb sollte man den Stamm in den ersten Jahren mit Vlies umwickeln und so vor Frost schützen. Im Herbst wird die Baumscheibe mit reichlich Kompost abgedeckt.
Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306) sorgt für eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Im Herbst empfiehlt sich eine Gabe Patentkali (Art. 270 321). Kaliumsulfat fördert das Ausreifen der Triebe, wodurch die Pflanze kräftiger in den Winter geht.
Der Tauben-Baum entwickelt sich am schönsten, wenn er nicht ständig beschnitten wird. Im Februar oder März kann er ausgelichtet werden, wobei altes Holz entfernt wird.
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