Bärlauch
Die heimische Trend-Delikatesse aus dem eigenen Garten.

Artikelnummer: 390 025
Ein Zauberwort fesselt seit einiger Zeit Gärtner und (Hobby-) Köche gleichermaßen: Bärlauch. Als heimische Gewürz-Staude findet der stark an Knoblauch erinnernde Bärlauch immer und immer mehr Verwendung. Das liegt auch an seiner markanten Würze und dennoch besseren Verträglichkeit gegenüber dem Knoblauch. Von März bis Mitte Juni ernten Sie die frischgrünen Blätter und würzen so unverkennbar unendlich viele Speisen. Besonders gesund ist Bärlauch zusätzlich (schon frisch gehackt als Brotbelag): Ihm wird nachgesagt z.B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden und Allergien zu lindern, die Durchblutung zu fördern und Umweltgifte zu neutralisieren. (Allium ursinum).
| Farbe: Weiß | |
| IV-V | Blütemonate: April-Mai |
| (30-40) | Wuchshöhe in cm |
| halbschattiger Standort | |
| schattiger Standort | |
| winterhart |
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Hier habe ich viele Tipps und Tricks aus jahrzehntelanger Gärtnererfahrung zur Pflege Ihrer Pflanzen zusammengestellt. Mit meiner Hilfe sorgen Sie für optimale Pflanzbedingungen und bekämpfen erfolgreich z.B. Schädlinge und Unkräuter. Über die Funktion „Drucken" erhalten Sie sämtliche Informationen als übersichtlichen Ausdruck.
Bärlauch
Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu der Familie der Lauchgewächse (Alliaceae).
Standort
Bärlauch liebt halbschattige bis schattige Standorte und feuchte, lehmig-humose, kalkhaltige Böden. Gerne wächst er unter Bäumen, Hecken oder Beerenobst. Nur bei ausreichender Feuchtigkeit, an einem Bachlauf oder Teichrand, verträgt er die volle Sonne. Sandige oder saure Böden sollte man mit Gesteinsmehl (Art. 270 322) und gut abgelagerten Kompost verbessern.
Da er zum Wuchern neigt, sollte man Bärlauch ein eigenes Beet zuweisen. Wer eine Waldinsel im Garten anlegen möchte, pflanzt ihn unter Bäume und gesellt z.B. Buschwindröschen, Schlüsselblumen und Aronstab dazu. Im Staudenbeet füllen z.B. Farne oder Astilben die kahlen Flächen, die der Bärlauch im Sommer hinterlässt.
Ausaat/Pflanzung
Bärlauch kann man als Samen, Zwiebel oder getopfte Pflanze erhalten. Da er ein Kaltkeimer ist, sät man von Oktober bis März in Töpfe, im Frühbeet oder Saatbeet im Garten aus. Die Samen werden 1-2 cm mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Auch die Töpfe werden im Freien aufgestellt. Die Kältephase ist wichtig, um die Keimruhe zu brechen. Bärlauch-Samen keimt erst im folgenden Frühjahr. Zwiebeln werden im Spätsommer oder Herbst etwa 5-7 cm tief gesetzt, im Abstand von 10-20 cm. Getopften Bärlauch kann man im Frühjahr und Herbst pflanzen, außer bei gefrorenem Boden. Die erste Ernte ist frühestens drei Jahre nach der Aussaat möglich; bei Topfpflanzen kann man schneller ernten.
Pflege
Solange die Pflanzen die Fläche noch nicht bedecken, ist ab und zu Unkrautjäten angesagt. In der Wachstumszeit ist Bärlauch bei längerer Trockenheit für Wassergaben dankbar. Gedüngt werden muss er nicht. Im Herbst empfiehlt es sich, die Fläche mit Laub zu mulchen.
Ernte
Je nach Witterung können die ersten jungen Bärlauch-Blätter schon ab Januar geerntet und frisch verzehrt werden. Die Erntezeit dauert in der Regel bis zu Blüte, die je nach Standort und Klima ab April einsetzen kann. Zunächst schmecken die jungen Blätter nur sehr verhalten nach Knoblauch, doch das Aroma steigert sich mit fortschreitendem Alter der Pflanze. Je älter die Blätter sind, desto stärker ist der Geruch; je trockener Bärlauch gestanden hat, um so schärfer ist der Geschmack. Zur Blütezeit duftet Bärlauch sehr intensiv. Deshalb endet meist hier die Erntezeit. Mit den zarten weißen, essbaren Blüten lassen sich allerdings Speisen verzieren bzw. auch würzen.
Tipp - Zwiebeln vortreiben
Wer im Januar Bärlauch ernten möchte, steckt die Zwiebelchen im Herbst in Töpfe oder Kisten und stellt diese im Freien auf. Gut eignet sich das Frühbeet, wo man die Gefäße locker mit Laub abdeckt. Je nachdem, wann und wie stark der Winter beginnt, holt man die Töpfe ab Dezember nach und nach ins Haus und stellt sie an einen hellen und nicht allzu warmen Ort (10-15 °C). Bald darauf treiben die Pflanzen das erste Grün.
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