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Schwarze Flecken auf Walnussblättern und -früchten - welche Ursachen kann das haben?

Bakterienbrand (Xanthomonas juglandis): Im Sommer erscheinen schwarze oder braune Flecken auf Blättern und Nüssen. Die Bakterien dringen bis in die Kerne vor. Viele Früchte werden dann matschig und faul.

Blattfleckenkrankheit (Marssonina juglandis): Diese Pilzinfektion tritt besonders in feuchten Sommern auf. Symptome wie große, dunkelbraune, meist eckig umgrenzte Blattflecken und fleckige Früchte können sich schon ab Mai zeigen. Die Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab. Auf den Nüssen zeigen sich tiefe, dunkle Flecken; sie reifen schlecht aus, werden trockenfaul und fallen oft vorzeitig ab. Nicht selten tritt die Blattfleckenkrankheit zusammen mit dem Bakterienbrand auf.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Da der Pilz auf den befallenen Pflanzenteilen überwintert, sollten diese eingesammelt, in die Mülltonne entsorgt oder verbrannt werden.
  • Es empfiehlt sich, enge Kronen auszulichten, damit die Blätter besser abtrocknen können. Werkzeug muss gründlich desinfiziert werden.
  • Ein spezielles Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung dieser zwei Krankheiten an Walnussbäumen ist für den Haus- und Kleingartenbereich nicht zugelassen. Zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit empfiehlt es sich, bei Austriebsbeginn wiederholt Neudorff Schachtelhalm Extrakt (Art. 270 225) zu spritzen, sofern dies die Größe des Baumes ermöglicht.

Grundsätzlich ist bei Walnussbäumen kein Schnitt notwendig. Sollte zum Beispiel aus Formgründen doch einmal ein Schnitt vorgenommen werden, so erfolgt dieser nur bei frostfreiem Wetter im Dezember/Januar oder im Spätsommer, noch im belaubten Zustand. Zu anderen Zeitpunkten "blutet" die Walnuss sehr stark. Alle Schnittflächen und Wundstellen müssen mit Baumwachs (Art. 261 016) verstrichen werden, da sie sonst leicht austrocknen.
Wurzelschösslinge, Wasserreiser, zu tief ansetzende, beschädigte, zu dicht zusammenstehende oder einander überkreuzende Äste können entfernt werden. Vereinzelt ist es notwendig, zu dichte Triebe zurückzunehmen oder zu entfernen zu dichter Triebe, damit später größere Eingriffe entfallen.
Mit fortschreitendem Alter wird die Krone regelmäßig ausgelichtet, trockene oder gebrochene Äste werden dabei entfernt. Gabelbildungen sind von Anfang an zu unterbinden, weil die Belastung durch starken Fruchtbehang und Windeinwirkung größer wird.

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