Säulenapfel
Pflanzung
Apfelbäume gedeihen am besten an sonnigen, warmen Plätzen mit humosen, lehm-haltigen, tiefgründigen, gut durchlässigen Böden (pH 5,5-6,5). Vor der Pflanzung sollte der Ballen gut gewässert werden. Zur Erstversorgung gibt man im Frühjahr in das ausreichend große Pflanzloch Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313) nach Anweisung hinein. Der Säulenapfel wird so tief gepflanzt, dass der Wurzelballen maximal 2 cm mit Erde bedeckt ist. Dann gießt man gründlich an. In Rasenflächen sollte eine Baumscheibe frei gehalten werden, damit die oberflächennahen Wurzeln des Baumes nicht mit den Rasengräsern um Wasser und Nährstoffe konkurrieren müssen. Für Kübelpflanzen gilt: Das Pflanzgefäß sollte nicht weniger als 25 l Inhalt haben. Als Substrat eignen sich alle handelsüblichen Qualitäts-Blumenerden. Ausgepflanzt können Säulenäpfel etwa 3 m hoch werden. Als Pflanzabstand reichen ca. 70 cm.
Pflege
Im ersten Standjahr nach der Pflanzung ist es besonders wichtig, vom Frühjahr bis zum Herbst regelmäßig zu gießen. Säulenbäume in Kübeln müssen auch in den folgenden Jahren regelmäßig gewässert werden. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313), im Herbst eine Hand voll Patentkali (Art. 270 321). In Kübeln gepflanzte Säulenbäume sollten zusätzlich nach der Befruchtung bis zur Ernte regelmäßig (1x pro Monat) mit einem geeigneten Flüssigdünger versorgt werden (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Permanentes Stäben ist nicht erforderlich. Stäbe sollten auch nur in sehr ungeschützten Lagen und während des ersten Standjahres benutzt werden. Etwa 40 cm lange Stäbe werden zur Hälfte in den Erdboden gesteckt und mit dem Baumstamm verbunden. Längere Stäbe sollten nicht benutzt werden, da sie sonst die Fruchtknospen am Stamm beschädigen können.
Ernte
Die erste Ernte ist ab dem zweiten Standjahr möglich. Im ersten Standjahr werden alle Fruchtstände entfernt. Ab dem zweiten Jahr werden nur so viele Fruchtstände herausgeschnitten, dass Anfang Juli die Fruchtstände nicht dichter als 5-6 cm voneinander entfernt sind. Apfelbäume kann man im Sommer und Winter schneiden, außer bei Frost.
Schnitt
Das Besondere an Säulenobst ist, dass es kaum Schnittarbeiten benötigt. Die Bäume wachsen straff aufrecht mit kurzem Seitenholz (Fruchtspieße), an dem sich die Früchte entwickeln. Sollte sich einmal ein langer Seitentrieb bilden, schneidet man diesen bis auf 2-3 Augen zurück. Wenn sich an der Spitze mehrere Leittriebe bilden, kann man diese bis auf den stärksten entfernen oder bis auf zwei Knospen zurückschneiden.
Gründe für eine ausbleibende Blüte
- Häufig ist ein zu hoher Stickstoffgehalt im Boden bzw. Substrat die Ursache dafür, dass der Baum - auf Kosten der Blüte - sehr stark wächst. In diesem Fall würde sich eine phosphor- und kaliumbetonte Düngung anbieten (siehe unter "Pflege").
- Zu einem guten Fruchtansatz empfiehlt es sich, mindestens eine Befruchtersorte anzupflanzen. Dazu reicht ein weiterer Säulenapfel aus. Bei selbstfruchtbaren Sorten wie `Red River´ (Art. 435 093) erhöht eine Befruchtersorte in der Nähe den Ertrag.
- Auf keinen Fall dürfen die Seitentriebe beschnitten werden. Wenn sich einmal ein langer Seitentrieb gebildet hat, wird dieser auf zwei bis drei Augen zurückgeschnitten.
- Der Apfel entwickelt sich besser, wenn die Baumscheibe frei gehalten wird.
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