Säulen-Süßkirschen
Eigenschaften
Die Säulen-Süßkirschen 'Helena' und 'Sylvia' (Art. 435 009) besitzen von Natur aus einen kompakten, schlanken Wuchs mit dichter, schmaler Krone. Sie Sorten sind selbst-fruchtbar. Der Ertrag kann jedoch erhöht werden, wenn die jeweils andere Säulenkirsche dazugesetzt wird. Der erste hohe Ertrag erfolgt nach etwa 3-4 Jahren. Der Baum wird ausgepflanzt 4-5 m hoch.
Pflanzung
Süßkirschen benötigen einen sonnigen, warmen Standort. Der ideale Boden ist humos, sandig-lehmig, tiefgründig, gut durchlässig und leicht erwärmbar (pH 6,5-7,0). Vor der Pflanzung wird der Ballen gut gewässert.
Bei Frühjahrspflanzung gibt man in das ausreichend große Pflanzloch Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313) nach Anweisung hinein. Die Säulenkirsche wird so tief gepflanzt, dass der Wurzelballen maximal 2 cm mit Erde bedeckt ist. Dann gießt man gründlich an. In Rasenflächen sollte eine Baumscheibe frei gehalten werden, damit die oberflächennahen Wurzeln des Baumes nicht mit den Rasengräsern um Wasser und Nährstoffe konkurrieren müssen.
Als Pflanzabstand reichen 1,5 bis 2 m. Nach etwa 4 Jahren empfiehlt es sich, den Baum ins Freiland oder in einen größeren Kübel umzusetzen.
Für Kübelpflanzen gilt: Das Pflanzgefäß sollte nicht weniger als 25 l Inhalt haben. Als Topfsubstrat eignen sich alle handels-üblichen Qualitäts-Blumenerden.
Pflege
Im ersten Standjahr ist es besonders wichtig, dass der Baum ausreichend Wasser erhält. Säulenbäume in Kübeln müssen auch in den folgenden Jahren regelmäßig gewässert werden. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313), im Herbst eine Hand voll Patentkali (Art. 270 321). In Kübeln gepflanzte Säulenbäume sollten zusätzlich nach der Befruchtung bis zur Ernte regelmäßig (1x pro Monat) mit einem geeigneten Flüssigdünger versorgt werden (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Bei Bedarf kann man den Baum stäben, doch dabei die Fruchtknospen am Stamm nicht beschädigen.
Schnitt
Das Besondere an Säulenobst ist, dass es kaum Schnittarbeiten benötigt. Sollte sich einmal ein langer Seitentrieb bilden, schneidet man diesen bis auf 2-3 Augen zurück. Wenn an der Spitze mehrere Leittriebe wachsen, kann man diese bis auf den stärksten entfernen oder bis auf zwei Knospen zurückschneiden. Der Mitteltrieb hingegen darf im Alter nicht eingekürzt werden. Im oberen Bereich kann man die Entwicklung einer schmalen Krone zulassen, wenn man dies möchte.
Gründe für eine ausbleibende Blüte können sein:
- Häufig ist ein zu hoher Stickstoffgehalt im Boden bzw. Substrat die Ursache dafür, dass der Baum - auf Kosten der Blüte - sehr stark wächst. In diesem Fall würde sich eine phosphor- und kaliumbetonte Düngung anbieten (siehe unter "Pflege").
- Um den Fruchtansatz zu fördern bzw. zu erhöhen empfiehlt es sich, eine Befruchtersorte dazuzupflanzen.
- Auf keinen Fall dürfen die Seitentriebe beschnitten werden. Wenn sich einmal ein langer Seitentrieb gebildet hat, wird dieser auf zwei bis drei Augen zurückgeschnitten.
- Der Baum entwickelt sich besser, wenn die Baumscheibe frei gehalten wird.
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