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Riesenknollenwurz

Der Riesenknollenwurz gehört zu der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und stammt ursprünglich aus Nordost-Indien.

Eigenschaften

Im Frühjahr erscheint zunächst die 20 bis 45 cm hoch werdende Blüte, der ein dekoratives, bis 1,5 m hohes, schirmförmiges Blatt folgt.
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Standort

Amorphophallus benötigt einen hellen, jedoch nicht der direkten Sonne ausgesetzten Platz, Halbschatten wird gut vertragen. Die Pflanzen können ab Mai nach draußen. Im Winter während der Ruhezeit kühler, aber nicht zu kalt halten. Ideal sind Temperaturen um 15 °C. Im Herbst gräbt man die Knollen aus und lagert sie, wie Dahlien, kühl und trocken bis zum Ende des Frühjahrs. Ausgepflanzt sollen die Knollen leichten Frost (bis ca. -2 °C) vertragen, vorausgesetzt, sie wurden tief genug gepflanzt (20 cm) und stehen vor Staunässe geschützt. Sicherer ist es, sie frostfrei zu überwintern.

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Substrat

Humose, gut durchlässige Erde, z.B. gute Blumenerde oder Einheitserde.
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Pflanzung und Pflege

Die Knolle im Frühjahr mit der flacheren Seite nach oben in einen großen Topf oder Pflanzkübel mit Blumen- oder Kübelpflanzenerde pflanzen, Pflanztiefe ca. 20 cm. Dann vorsichtig angießen - die Erde darf vor und während der Blüte nur leicht angefeuchtet, jedoch nicht zu nass sein. Im Laufe des Frühjahrs erscheint dann zunächst die Blüte. Wie bei allen Aronstab-Gewächsen ist die Blüte eigentlich ein großes, rosa gefärbtes Hüllblatt (Spatha) mit dem für diese Pflanzen typischen Kolben (Spadix). Die Spatha wird 25 bis 35 cm, in Einzelfällen sogar bis zu 45 cm groß. Nach der Blüte bildet sich dann meist nur ein riesiges, bis zu 1,50 m hoch werdendes, dekoratives Einzelblatt mit tief gelappten, regenschirmförmig angeordneten Blattfiedern.
Sobald das Blatt erscheint allmählich mehr gießen und wöchentlich einmal mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig (Art. 270 303) düngen.
Ab dem Spätsommer wieder weniger gießen und nicht düngen. Das Blatt zieht sich im Herbst ein, dann beginnt eine Ruhezeit bis zum Frühjahr, in der nicht gegossen werden darf. Werden die Knollen im Winter zu nass gehalten, können Fäulnisstellen entstehen. Sobald sich eine Blütenknospe bildet, spätestens jedoch ab März, wieder mit dem Gießen beginnen. Man kann den Austrieb auch gezielt anregen, indem man die Knolle wieder wärmer aufstellt. Die Erhöhung der Tagestemperatur regt das Wachstum an. Am besten gräbt man die große Knolle aus und topft sie im Frühjahr wieder neu ein.
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Vermehrung

Durch Brutknollen, die sich an den Trieben bilden. Sie sollten erst abgenommen werden, wenn sie sich leicht lösen.
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Besonderheit

Die Knollenwurz ist nahe verwandt mit der Titanenwurz (Amorphophallus titanum), der Pflanze mit der größten Blüte der Welt. Die Knollenwurz ist allerdings einfacher zu kultivieren und eignet sich daher sehr gut als Kübelpflanze, die den Sommer über im Freien stehen kann.

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Giftpflanze

Aronstabgewächse enthalten neben dem Hauptinhaltstoff Aroin verschiedene Verbindungen, z.B. Oxalate (Salze der Oxalsäure), die nach Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen können.
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