Portugiesische Birnenquitte
Die Portugiesische Birnenquitte gehört zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Aus Westasien kommend, sind Quitten mittlerweile in ganz Europa eingebürgert.
Eigenschaften
Die Birnenquitte ist nicht nur besonders köstlich und saftig, sondern auch sehr vitaminreich. Eine einzige Quitte erfüllt schon einen Raum mit ihrem aromatischen Duft. Die großen Früchte sind birnenförmig und oft unregelmäßig geformt. Die Schale ist gelb mit leichter Wolle, das Fruchtfleisch weißgelb und verhältnismäßig weich. Quitten sind selbstfruchtbar. Die Portugiesische Birnen-Quitte zeichnet sich durch einen früheinsetzenden und hohen Ertrag aus. In der Regel werden sie auf die Unterlage Quitte A veredelt und mit einer Rundkrone erzogen. Der Baum wird ca. 3-4 m hoch.
Standort
Quitten benötigen, ähnlich wie Birnen, einen warmen, sonnigen und geschützten Standort. Der Boden sollte tiefgründig, lehmhaltig, gut durchlässig und nicht zu trocken sein. Staunässe darf aber nicht auftreten. Leichte Böden müssen mit Kompost verbessert werden. Bei zu hohen Kalkgehalten (pH über
6-7) neigen Quitten zu Chlorosen (Vergilben der Blätter). Birnenquitten stellen höhere Ansprüche an den Boden als Apfelquitten.
Pflege
Quitten sind etwas empfindlicher gegen Fröste als die meisten Apfel- und Birnensorten. Es empfiehlt sich besonders in den ersten Jahren, die Baumscheibe im Winter mit einer dicken Mulchschicht zu bedecken. Damit die Wurzeln sich ungestört entwickeln können, sollte die Baumscheibe von Gras und Unkräutern frei gehalten werden. Da Quitten flach wurzeln, sollte im Wurzelbereich nicht gehackt werden. Je nach Lage und Witterung können die jungen Triebe zurückfrieren. Die weißrosa Blüten im Mai sind wegen der späten Blütezeit weniger frostgefährdet.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nur bei jungen Bäumen bis zur Kronenbildung erforderlich, ähnlich wie bei Äpfeln und Birnen. Dann beschränken sich Schnittmaßnahmen nur noch auf das Auslichten älterer Triebe, da die Quitte an den Triebenden fruchtet. Der beste Schnittzeitpunkt ist der ausklingende Winter. Zur ausgewogenen Ernährung empfiehlt sich Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313). Im Herbst fördert Patentkali (Art. 270 321) aufgrund des hohen Kaliumgehaltes die Ausreifung des Holzes.
Ernte
November. Es muss aber vor dem Frost geerntet werden, da die Früchte sonst braune Flecken bekommen. Pflückreife ist, wenn die Fruchtfarbe von gold- nach zitronengelb umschlägt. Quitten sind bis etwa Ende Dezember lagerfähig. Vor der Verarbeitung sollten sie 2 bis 4 Wochen im Haus nachreifen (aber nicht länger und zusammen mit Äpfeln oder Birnen). Die relativ harten Früchte werden nicht roh genossen, sondern gekocht und zu Gelees, Marmeladen, Säfte und Likören verarbeitet. Quitten reifen nur im warmen Mittelmeerklima richtig aus.
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