Paprika
Paprika gehört zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse).
Standort
Paprika mag es sonnig und warm. Der Boden sollte locker, gut wasserdurchlässig und nährstoffreich sein. Sehr kalkhaltige Böden mag Paprika nicht; ebenso wenig schwere Tonböden, da sie sich zu langsam erwärmen und auch zu Staunässe neigen. Um ein gleichmäßiges Wachstum und gute Fruchtqualitäten zu erzielen, sollte die Durchschnittstemperatur zwischen 20 und maximal 30 °C. liegen. Das Größen- und Massenwachstum des Paprikas steht in direktem Zusammenhang mit der Temperatur: während zwischen 15 °C und 18 °C die Früchte sich nur langsam entwickeln und recht klein bleiben, steigt sie bei Temperaturen von 23 °C bis 25 °C auf das höchste Maß an. Da die Pflanze auf Temperaturen unter 15 °C mit Wachstumsstockungen sowie Ertrags- und Qualitätseinbußen reagieren kann, ist es empfehlenswert, sie erst auszupflanzen, wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10 °C absinken und sich der Boden auf 15 °C erwärmt hat.
Pflege
Da Paprika salzempfindlich sind, sollte auf chloridarme Dünger (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter, Art. 270 304) zurückgegriffen werden. Eine andere Möglichkeit ist es, den Grundbedarf mit Gärtner Pötschke Langzeit-Düngekegel für Tomaten (Art. 270 375, 18 Stück; Art. 270 374, 48 Stück) abzudecken. Während der Wachstumszeit kann alle 1-2 Wochen mit einem Flüssigdünger (z.B. Tomatendünger flüssig, Art. 270 214) nachgedüngt werden.
Da Paprika nur wenig Wurzelmasse hat, muss regelmäßig gegossen werden. Bei Trockenheit werden häufig Blüten und kleine Früchte abgestoßen, die Früchte bekommen evtl. längliche Risswunden. Bei Überdüngung werden die Triebspitzen schwarz.
Paprika sind Selbst- und Fremdbestäuber, ihr Pollen leidet aber bei trockener Luft. Sinkt die Luftfeuchtigkeit unter 60 % bei Temperaturen über 25 °C, kommt es auch zu Knospen- und Fruchtabfall. Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls zu Befruchtungsschwierigkeiten und ggf. auch zu Pilzkrankheiten führen.
Zur besseren Fruchtausreife sollte man Paprika nicht mehr als dreitriebig ziehen und die Triebe wie Tomaten an Stöcken oder im Gewächshaus an Schnüren heranziehen. Die Königsblüte, die in der Mitte der ersten Stängelverzweigung ist, wird am besten ausgebrochen. Dadurch wird die Verzweigung der Stängel angeregt und die Ernte erhöht. Eine frühzeitige Ernte der ersten Frucht erhöht ebenfalls den Fruchtansatz.
Geerntet wird, sobald die Früchte ihre sortentypische Farbe zeigen. Zunächst sind alle Sorten grün, doch sie können auch dann schon geerntet werden, obwohl sie noch unreif sind.
Mein Tipp für Sie
Bei ausgepflanzten Kulturen im Gewächshaus sollten in zwei Jahren höchstens einmal Nachtschattengewächse stehen. Im Freilandanbau sollten Anbaupausen von drei bis vier Jahren eingehalten werden, um Pilzkrankheiten im Boden vorzubeugen.
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