Mirabelle von Nancy
Eigenschaften
Diese ertragsichere, selbstfruchtbare Sorte bringt herrlich süße Mirabellen mit festem und gelbem Fruchtfleisch, das gut steinlösend ist. Die Früchte eignen sich zum Frischverzehr, Backen, Einwecken uvm.. Sie ist eine der wertvollsten Sorten für den Hausgarten. Reifezeit: Mitte August bis Anfang September.
Standort
Der beste Platz für eine Mirabelle ist sonnig, warm und (wind)geschützt. Der ideale Boden ist humos, nicht zu schwer, ausreichend feucht (aber nicht staunass) und kalkhaltig (pH 6,5-7 ist optimal). Eine Mulchdecke ist empfehlenswert, damit die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird.
Wuchs
Bei Buschobst handelt es sich um Obstbäume mit einer relativ kurzen Stammhöhe von 60-80 cm, veredelt auf einer schwach mit mittelstark wachsenden Unterlage, in diesem Fall auf St. Julien A. Der Baum bildet eine kompakte Krone. Die Endhöhe beträgt 3-4 m, als Pflanzabstand sollte man 5 m einplanen. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313) sorgt für eine ausgewogene Ernährung.
Schnitt
Damit die Früchte gut ausreifen können, brauchen Sie viel Sonnenlicht. Daher sollte die Krone eines Obstbaumes nicht zu dicht sein. Charakteristisch für eine Pyramidenkrone ist ein kräftiger Leittrieb, der von drei bis vier Leitästen umgeben ist, die in verschiedenen Höhen rund um den Stamm angeordnet sind. Die gleichmäßige Stellung der Leitäste in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Mitteltrieb ergibt die Silhouette einer Pyramide. Diesen Aufbauschnitt kann man in den ersten Jahren durchführen. Grundsätzlich sollte so wenig wie möglich geschnitten werden, damit der Baum früh Früchte und wenig Holz produziert. Bei Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen ist es sinnvoll regelmäßig auszulichten, also ganze Äste - auch in der Krone - herauszunehmen. Zunächst schneidet man alle Wassertriebe und Triebe, die senkrecht - meist in Stammnähe, also im Kroneninneren - in die Höhe wachsen, weg. Weiterhin sollte man alle Äste entfernen, die zu dicht und sogar ineinander wachsen. Auch wenn der Hauptstamm zu hoch wächst, muss man ihn kürzen. Alle anderen Äste sollten dem entsprechend gekürzt werden. Es ist wichtig, regelmäßig zu schneiden; mindestens alle zwei bis drei Jahre. Der Baum bildet dadurch zwar weniger, aber größere Früchte. Sie reifen besser aus, weil mehr Sonne in die Krone. Der beste Schnittzeitpunkt ist direkt nach der Ernte. Auf keinen Fall bei Frost schneiden.
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