Meerrettich-Fechser
Der Meerrettich gehört zu der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und stammt ursprünglich aus Südost-Europa, West-Asien.
Eigenschaften
Meerrettich ist eine mehrjährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine kräftige, vielköpfige Wurzel aus, die sogenannte Stange, die zum Verzehr genutzt wird. Aus der Wurzel entwickelt sich eine bis 100 cm hohe Blattrosette. An der Hauptwurzel bilden sich weitere Seitenwurzeln, die ebenfalls Blattrosetten ausbilden. Dadurch kann sich eine Meerrettichpflanze im Garten stark ausbreiten. Die Blüte erscheint im zweiten Jahr.
Pflanzung und Pflege
Meerrettich wird in der Regel aus Seitenwurzeln (Fechsern) gezogen. Diese werden bei frostfreiem Wetter schräg, also möglichst flach, im Abstand von 20 bis 30 cm in den Boden gesteckt und leicht mit Erde abgedeckt. Die Reihen müssen einen Abstand von 60 cm haben. Ein sehr tiefgründiger, humushaltiger Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort eignet sich am besten für Meerrettich.
Damit sich glatte, kräftige und unverzweigte Wurzeln (Stangen) bilden können, werden diese im Juni/Juli freigelegt. Nun schneidet man unterhalb des Triebkopfes bis nicht ganz zum Fechserende alle Seitenwurzeln ab und deckt sie wieder mit Erde zu. Die Pflanze muss natürlich im Boden bleiben. Auf diese Art wird auch verhindert, dass der Meerrettich verwildert.
Im Oktober können dann die Wurzeln geerntet werden. Für die Lagerung im Winter dient am besten eine sandgefüllte Kiste, in welche die Wurzeln eingegraben werden.
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