Mangrove
Die Mangrove gehört zu der Familie der Mangrovengewächse (Rhizophoraceae).
Herkunft
Die Sechswinklige Mangrove, wie diese Art auch genannt wird, stammt aus dem tropischen Amerika und Asien. In freier Natur wächst sie zu einem bis 10 m hohen, immergrünen Baum heran. Als Topfpflanze wird sie etwa 40-50 cm hoch. Mangroven sind Bestandteil eines einzigartigen Öko-Systems und wachsen üblicherweise nur in den Gezeitenbereichen tropischer Küstenregionen. Dem stehenden Wasser, dem sie dort am natürlichen Standort in regelmäßigen Abständen ausgesetzt sind, haben sie sich mit ihren charakteristischen und bizarren Wurzel- und Stammformen angepasst. Bruguiera sexangula verträgt Süßwasser, Brackwasser wie auch Salzwasser.
Eigenschaften
Mangroven eignen sich als Topfpflanzen für die Fensterbank genauso wie für ein Aquarium oder Terrarium. Ihre glänzend grünen, ledrigen Blätter können bis 15 cm lang und 6 cm breit werden. Am Naturstandort bildet der Baum in den Blattachseln glockenförmige, orange-gelbe Blüten. Aus ihnen entwickeln sich bis zu 8 cm lange, zigarrenförmige Keimlinge, die sich direkt an der Mutterpflanze aus den Samen bilden (dies nennt man "vivipar"). Wenn man das Glück hat, dass sich Keimlinge bilden, kann man diese in ein Glas Wasser geben und bewurzeln lassen oder direkt in Sand oder Aquariumkies setzen.
Standort
Die Mangrove mag das ganze Jahr über einen hellen, sonnigen und warmen Standort (etwa 20-30 °C). Pflanzentaugliches Kunstlicht kann einen Lichtmangel, besonders in den Wintermonaten, ausgleichen. Die Sechswinklige Mangrove bevorzugt einen nährstoffreichen Lehmboden, der mit Sand vermischt ist und einen sumpfigen Untergrund bildet. Sie verträgt keinen Frost.
Pflege
Diese außergewöhnliche Topfpflanze ist sehr pflegeleicht. Der natürliche Standort der Mangrove ist durch ein regelmäßiges Überfluten gekennzeichnet. Damit sich die Mangrove wohl fühlt, sollte sie ständig nass stehen und der Topf mit Wasser aufgefüllt sein. Staunässe ist unproblematisch, sodass das Substrat problemlos das ganze Jahr über konstant nass gehalten werden kann. Trockenheit verträgt sie dagegen nur für kurze Zeit und sollte vermieden werden.
Das Substrat sollte gut durchlässig sein. Daher empfiehlt es sich, der Blumenerde (z.B. Einheitserde) Sand beizumischen. Die richtige Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Das Topfvolumen darf für die Mangrove ruhig großzügig bemessen sein.
Mangroven brauchen eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Dies erreicht man, indem man die Pflanze regelmäßig mit entkalktem Wasser oder Regenwasser besprüht. Vom Frühjahr bis Sommerende gibt man dem Gießwasser alle zwei bis vier Wochen einen Flüssigdünger zu (z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Wer es bequemer haben will, kann im Frühjahr einen Langzeitdünger verwenden (GP's Pflanzenfutter für Balkonblumen, Art. 270 305).
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