Liguster-Hecke
Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare, Art. 361 231) nebst Sorten ist sehr schnittverträglich. Je nach Wachstumsstärke werden Hecken, die bestimmte Höhen und Breiten nicht überschreiten sollen, jährlich vor dem Austrieb im Frühjahr und/oder im Sommer nach dem Triebabschluss (etwa Juni/Juli) geschnitten. Bei streng formalen Hecken kann es sein, dass der Formschnitt zweimal im Jahr erfolgen muss. Mit dem Sommerschnitt entfernt man dann den neuen Jahreszuwachs.
Vorsicht beim Sommerschnitt: Sollten Vögel nisten, erst Ende Juli oder im August schneiden!
Liguster verträgt selbst starke Schnittmaßnahmen gut und treibt in der Regel wieder gut aus. Denkt man im Herbst an einen radikalen Rückschnitt, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Im Spätsommer/Herbst etwa ein Drittel wegschneiden, damit die Hecke nicht zu radikal gekürzt in den Winter geht und durch Frost nicht noch weiter zurückfriert. Dann kann man etwa Anfang März auf die gewünschte Höhe schneiden, so lange noch keine Vögel in der Hecke brüten.
Steht ein Liguster als Einzelstrauch, empfiehlt es sich, ihn nur auszulichten, d.h. die ältesten oder störende Zweige ganz herauszunehmen.
Der Austrieb im Frühjahr wird durch eine moderate Düngung, z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306), gefördert. Diese empfiehlt sich besonders in den ersten Jahren, wenn viel geschnitten wird.
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