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Lenzbeere

Die Lenzbeere gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Herkunft

Weltweit gibt es etwa 200 Geißblatt-Arten (Lonicera), auch Heckenkirschen genannt. Einige von ihnen tragen essbare Früchte. Dazu gehört die kamtschatische Heckenkirsche (Lonicera kamtschatica), die wild an Flussufern und feuchten Waldrändern im fernen Osten (Sibirien, Kamtschatka, China) wächst. Inzwischen sind einige robuste, leicht anzubauende Kulturformen wie die Lenzbeere mit großen, wohlschmeckenden Früchten entstanden. Weil sie im Frühling, je nach Lage von Mitte Mai bis Juni, reifen, heißen die Pflanzen Lenzbeeren.

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Standort und Pflege

Lenzbeeren bilden kleine, etwa 1 bis 1,5 m hohe Sträucher, ähnlich wie die großfruchtigen Kultur-Heidelbeeren. Der Pflanzabstand beträgt 1 - 1,5 m. Daher eignen sie sich auch für kleine Gärten. Es gibt wenige Obstarten, die in Höhenlagen nicht nur wachsen, sondern auch fruchten. Die robusten, frostharten Lenzbeeren gehören dazu. In ihrer Heimat ertragen die Büsche Temperaturen bis -45 °C, die Blüten halten bis -8 °C aus. Sie gedeihen auch in rauen Regionen und stellen kaum Ansprüche an den Boden, sofern er ausreichend Wasser enthält. Reservieren Sie den Sträuchern ein feuchtes, sonniges bis halbschattiges Plätzchen in Ihrem Garten. Die Pflanzen mögen es, wenn man den Fußbereich mit Laub oder Laubkompost abdeckt. Stehen die Lenzbeeren zu trocken, werfen die Sträucher die Früchte ab. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie unangenehm säuerlich bis bitter schmecken. Auch die Blätter leiden unter zuviel Sonne und Trockenheit; sie können regelrecht verbrennen. Nach der Ernte greift man zur Schere und lichtet die Büsche bis auf 10-12 Triebe aus. Auch auf Balkon oder Terrasse ist eine Ernte möglich, denn selbst in großen Pflanztrögen machen Lenzbeeren eine gute Figur. Voraussetzung ist, dass sie regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Gärtner Pötsckes Pflanzenfutter für Beerenobst (Art. 270 312) versorgt die Sträucher mit den nötigen Nährstoffen.

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Blüte und Frucht

Bereits ab März erscheinen an den einjährigen Trieben zuerst die Blütenglöckchen, später die behaarten jungen Blätter. Die frühe Blüte und das schnelle Reifen der Beeren sind ein Garant für allerfrüheste Gaumenfreuden. Die bis zu 2 cm langen, dunkelblau bereiften Früchte schmecken angenehm süß-säuerlich und erinnern geschmacklich an Heidelbeeren. Sie enthalten reichlich Vitamin C und B. Frisch vom Strauch schmecken die Früchte am besten. Man kann sie aber auch zu Kompott, Saft und ähnlichem verarbeiten. Lenzbeeren liefern eine fruchtig aromatische, schnell gelierende Marmelade. Der dunkle Saft eignet sich gut zum Färben von Lebensmitteln und Getränken. Die Früchte reifen nicht alle gleichzeitig. Deshalb kann man die Sträucher mehrmals durchpflücken. Man sollte rechtzeitig ernten, da überreife Beeren leicht abfallen. Die Lenzbeere ist selbstfruchtbar, doch kann ein weiterer Strauch den Ertag erhöhen.

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